Worphausen als der größte Ortsteil der Einheitsgemeinde Lilienthal hat ca. 2.310 Einwohner (Stand 17.12.2013) und liegt zwischen den Gemeinden Worpswede, Grasberg und der Altgemeinde Lilienthal. Der königliche Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff hat 1764 Worphausen gegründet. Das ursprüngliche Worphausen, das Findorff gegründet hat, liegt südlich der Worphauser Landstraße zwischen Lüninghausen, Kloster- und Trupermoor (1. Landwehr) und der Gemarkung Heidberg.

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Im Zuge der Moorkolonisation wurden von Findorff die Dörfer Lünigsee (1763), Lüninghausen (1764), Westerwede (1764), Moorende (1778), Mooringen (1778), Schrötersdorf (1805) und Neu Mooringen (1808) gegründet.

Kornwindmühle in Worphausen
Die ehemalige Viebrock'sche Kornwindmühle in Worphausen. Im Vordergrund steht das Wohnhaus der Familie Viebrock. Es wurde 1764 in der Gründerzeit Worphausens erbaut. Zur selben Zeit war Jürgen Christian Findorff Moorkommisar. Im Jahre 1903 wurde es abgerissen. Die Windmühle prägte von 1852 bis 1926 die Landschaft Worphausens. 1907 wurde der Betrieb eingestellt, weil eine Motormühle nun die Arbeit übernommen hatte. (Foto/Quelle: Heinz-Hermann Gätjen, Worphausen; Osterholzer Woche, 17.04.2004)

1. April 1929 und 1. April 1937 Gebietsreformen im heutigen Worphausen. Aus acht Gemeinden werden vier, aus vier Gemeinden wird eine „Großgemeinde“. Im Zuge der Gebietsreform am 1. März 1974 gehört Worphausen zur neuen Einheitsgemeinde Lilienthal.

Am 1. April 1929 werden die damals selbständigen Dörfer, die vom Regierungspräsidenten in Stade in einem Schreiben vom 17. August 1925 neben anderen Dörfern als „Zwerggemeinden“ beschrieben werden, durch Beschluss des Kreisausschusses des Landkreises Osterholz am 19. Januar 1928 wie folgt zusammengelegt: Mooringen und Neu Mooringen zur Gemeinde Mooringen, Schrötersdorf und Worphausen zur Gemeinde Worphausen sowie Lüninghausen, Lüningsee und Westerwede zur Gemeinde Westerwede. Lediglich Moorende bleibt selbständig.

Bereits acht Jahre später erfolgte die nächste Gebietsreform. Auch hier ging es wieder um die Bildung „leistungsfähiger“ Kommunen. Der Landkreis – vertreten durch den stellvertretenden Landrat Regierungsrat Dr. Ender – unterbreitet nach Zustimmung durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover am 10.12.1936 den Vorschlag, die 1929 gebildeten vier Gemeinden zur neuen Gemeinde Worphausen zusammenzufassen. Die historische Sitzung am 18.01.1937 in „Kück’s Gastwirtschaft“ in Grasberg dauerte nur 45 Minuten. Der Vorschlag wurde angenommen und zum Schluss der Sitzung von den damaligen vier Bürgermeistern mit einer Einverständniserklärung akzeptiert. Angesprochen wurde lediglich die Frage einer neuen zentralen Schule. Es wurde darauf verwiesen, dass dieses erst nach Bildung der neuen Gemeinde weiter beraten werden könne. Bürgermeister der neuen Gemeinde wurde der bisherige Bürgermeister der damaligen Gemeinde Worphausen, Friedrich (Fritz) Poppe aus Schrötersdorf. Nach Bildung der „Großgemeinde“ hatte Worphausen ca. 1.100 Einwohner.

Die Kriegszeit ließ die Entwicklung stoppen: Der geplante Neubau einer Schule konnte erst 1962 vollendet werden. Bis dahin hatten die einzelnen Dörfer ihre eigene einklassige Schule. Nachdem Krieg ging es darum, Flüchtlinge und Vertriebene zu integrieren. Die ersten ehrenamtlichen Bürgermeister nach dem Krieg waren Hermann Bartling (Schrötersdorf), Heinrich Melloh (Moorende) und ab 1946 Johann Schnaars (Lüninghausen). Gleichzeitig übten sie ehrenamtlich das Amt des Gemeindedi­rektors aus. Zusammen mit dem Gemeinderat ging es darum, auch in Worphausen diese schwere Zeit zu meistern, Wohnraum zu schaffen und die damaligen "Neubürger" zu integrieren. Johann Schnaars verstarb 1955, sein Nachfolger wurde Diedrich Kück, Mooringen. In den folgenden Jahren ging es darum, Worphausen weiter zu entwickeln. Es wurden Baugebiete erschlossen in denen junge Familien ihr Haus bauten. Der erste Fächennutzungsplan des Landkreises Osterholz wurde in Worphausen 1962 vom Rat verabschiedet. Die 50er und 60er Jahre gelten in Worphausen als die Aufbauzeit. Worphausen war geprägt von diversen Einzelhandelsgeschäften und Handwerksbetrieben. In dieser Zeit wurden der TSV Worphausen (1949), der Schützenverein (1954), die Theatergruppe "De Worphüser" (1968), der Sportfischer- und Gewässerschutzverein (1975) gegründet. Die Oll'n Handwarker ut Worphusen un annere Dörper wurden 1973 und die Worphüser Heimotfrünn wurden 1977 gegründet.

 

Jürgen Christian Findorff (1720-1792)
Jürgen Christian Findorff
(1720-1792)

1974 ist das nächste entscheidende Datum in der Geschichte Worphausens. Zusammen mit den Gemeinden Heidberg, St. Jürgen und Seebergen und der Gemeinde Lilienthal wurde die neue Einheitsgemeinde Lilienthal mit damals ca. 15.5000 Einwohner gebildet. Worphausen verlor damit seinen eigenen Bürgermeister und Gemeinderat. Diedrich Kück war bis dahin ununterbrochen unser Bürgermeister. Danach bekleidete er in der neuen Einheitsgemeinde bis zu seinem ausscheiden aus dem Rat 1986 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Im Lilienthaler Gemeinderat waren neben Diedrich Kück (1974-1986), auch Reinhold Diestelmann (1974-1991), Bernhard Pein (1974-1996), Friedrich Rohdenburg (1974-1996), Hans-Heinrich Brünings (1986-1999), Peter Brünjes (1996-2001) und Frank Linowski (2001-2006) tätig.

Derzeit engagieren sich Erika Simon (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Ralf Gohlisch (CDU), Marcel Habeck (CDU), Pascal Holz (CDU), Axel Miesner (CDU) und Rainer Sekunde (CDU) im Rat für Worphausen. Erika Simon, Axel Miesner, Rainer Sekunde und Nils Rauber (AfD) gehören dem Kreistag an. Mit Axel Miesner hatten wir 2001-2004 und 2009-2011 einen stellvertretenden Bürgermeister im Ort. Axel Miesner wurde am 2. Februar 2003 für den Wahlkreis Achim (Achim, Grasberg, Lilienthal, Ottersberg, Oyten und Worpswede) in den Niedersächsischen Landtag in Hannover gewählt und vertritt uns seitdem. Mit der Veränderung der Wahlkreise vertritt Axel Miesner nun den Wahlkreis Osterholz (Grasberg, Lilienthal, Osterholz-Scharmbeck, Ottersberg, Oyten, Ritterhude und Worpswede) in Hannover. Er ist der zweite Worphauser Bürger, der in den Landtag gewählt wurde. Vor etlichen Jahren war Eugen Kohlenbach aus Worphausen im Landtag. Er vertrat jedoch den damaligen (alten) Nachbarwahlkreis Osterholz.

Dorferneuerung

Jan im Düstern
Jan im Düstern

In Worphausen wurde in den Jahren 1989/91 ein Dorferneuerungsplan aufgestellt. Der aktive Arbeitskreis entwickelte Aktivitäten und formulierte Maßnahmen. Die Umsetzung erfolgte in den darauf folgenden Jahren. Insgesamt wurden 42 Maßnahmen im privaten und 7 Maßnahmen im öffentlichen Bereich umgesetzt. Gefördert wurden diese Maßnahmen mit insgesamt € 372.195 (€ 181.892 für private und € 190.303 für öffentliche Maßnahmen). Insgesamt wurden damit Investitionen in Höhe von € 1.082.064 getätigt. Es wurden neben baulichen Maßnahmen Entwicklungspotentiale im gewerblichen Bereich und für die Baulandentwicklung beschrieben. Diese wurden umgesetzt (Bebauungsplan 56a – Sonnenblick, Bebauungsplan 64a – Bauernhofanlage Worphausen, Bebauungsplan 87 – Sportzentrum, Bebauungsplan 93 – Lüninghausen/Schnaarsweg, Bebauungsplan 100 – Worphauser Landstraße (Zur Distel), Bebauungsplan 111 – Kiefernweg) und bieten damit jungen Familien und Gewerbetreibenden Heimat und Existenz.

Denkmalschutz

In Worphausen sind folgende Baudenkmale geschützt:

Neumooringer Straße 4 Wohnwirtschaftsgebäude
Westerweder Straße 48 Wohnwirtschaftsgebäude
Worphauser Landstraße Kriegerdenkmal

Entwicklung

Worphausen bietet seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein breites Angebot an infrastrukturellen Einrichtungen. Der Kindergarten und die Schule sind in der Ortsmitte und bieten kurze Wege. Neben den Kultur- und Sporteinrichtungen haben wir jedoch ein Defizit in der Versorgung des täglichen Bedarfs. Bestrebungen, einen Nahversorger anzusiedeln konnten aufgrund unternehmenspolitischer Entscheidungen der Handelsketten nicht realisiert we­rden. Der Ausbau der Märkte in den Zentren der umliegenden Gemeinden ermöglichte letztlich keine Realisierung in Worphausen.

Lüninghausen aus der Luft
Der Ortsteil Lüninghausen aus der Vogelperspektive

Die Verkehrsanbindung wird als gut bezeichnet. Eine knappe halbe Stunde zur nächsten Autobahn in alle Richtungen und eine stündliche Busanbindung nach Lilienthal und das Oberzentrum Bremen erhöhen den Wohnwert in Worphausen.

Aufgrund dem Vorhandensein und der günstigen Lage von Kindergarten und Schule sowie der kulturellen und sportlichen Einrichtungen in der Ortsmitte ist Worphausen ein beliebter Wohnstandort für Familien. Diese „Stärke“ gilt es zu nutzen. Die Gemeinde Lilienthal unterstützt daher die weitere Ausweisung von Wohnbauflächen. Ziel ist es nicht zuletzt die infrastrukturellen Einrichtungen weiterhin auszulasten. Die Neubaugebiete werden bewusst im Kernort des Ortsteiles Worphausen erschlossen sowie zur Landschaft und zum Dorfrand hin durch Pflanzungen abgeschirmt. Die weitere Entwicklung geht dahin, die „Ortsmitte“ noch besser herauszustellen.

Der Sonnenblick aus der Luft
Der Sonnenblick aus der Vogelperspektive

Die Dörfer des Lilienthaler Ortsteils Worphausen wurden vom königlich hannoverschen Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff gegründet. Diese Siedlungsstruktur ist niedersachsenweit lediglich mit den Fehnsiedlungen im ostfriesischen Raum vergleichbar und stellt so eine Einmaligkeit dar; stellt aber eine Herausforderung dar, einen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Gerade die Dörfer Lüningsee, Mooringen, Neu Mooringen sowie Teile in Moorende, Schrötersdorf, Westerwede, Worphausen sind in ihrer Grundstruktur seit ihrer Gründung unverändert geblieben. Die Gemeinde Lilienthal unterstützt die Bestrebungen innerhalb Worphausens, die Strukturen der Siedlungen zu erhalten und den heutigen Anforderungen anzupassen. Es gilt Antworten zu finden auf den enormen Strukturwandel in der Landwirtschaft. Neben der weiteren Flächenbewirtschaftung ist eine Umnutzung der Gebäude nötig um sie so vor dem Verfall zu bewahren. Die Gemeinde hat zusammen mit dem Landkreis Osterholz erste Lösungen entwickelt, um die findorffsche Siedlungsstruktur in ihrer Grund­struktur zu erhalten und den heutigen Anforderungen anzupassen.
Handwerk, Handel und Gastronomie genießen in Worphausen Anerkennung und werden nach Kräften unterstützt. Drei gastronomische Betriebe sowie die Gaststätte im Vereinsheim des TSV bieten eine regionale Küche, lokale Spezialitäten und laden zum „Stammtisch“, Versammlung und zur (Familien-)Feier ein.

Das Niels-Stensen-Haus als Haus der Erwachsenenbildung mit integriertem Hotel- und Heimbereich im Bistum Hildesheim hat seit 1966 seinen Sitz in Worphausen. Es will nach eigenen Aussagen Menschen helfen, selbstbewusst und verantwortlich zu handeln, Fragen des Zusammenlebens in Gesellschaft, Staat, Kirche, Beruf und privater Sphäre gemeinsam zu erörtern und einen sinnvollen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, Sicherung des Friedens und Förderung gerechter wirtschaftlicher und sozialer Systeme zu leisten.

Schild Dietrich-Kück-Haus

Das Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus wurde am 04.06.2010 zu Ehren unseres ehemaligen Bürgermeisters in "Diedrich-Kück-Haus" umbenannt. Die Chronik über unseren ehemaligen Bürgermeister kann hier runtergeladen werden: Chronik Diedrich Kück

Der Spiecker auf dem Lilienhof
Der Spiecker auf dem Lilienhof

Im Rahmen des Kreiswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" wurde überlegt, dass Ortschaftsschild an der Landstraße zu versetzen um den Kernort Worphausens besser herauszustellen. Dieses wurde allein schon deshalb angestrebt, um den Verkehrsteilnehmern eine bessere Orientierung zu geben. Inzwischen konnte diese Maßnahme umgesetzt werden.

Ein ebenso aktuelles Thema ist die nach wie vor ungelöste Frage des Brandschadensfalls „Dreier“. Die Ortschaft ist stark an einer neuen Nutzung interessiert und versucht zusammen mit Gemeinde und Landkreis eine Lösung herbeizuführen.

Vereine und Verbände

Worphausen ist geprägt von einem regen Vereinsleben. Die Vielzahl der Vereine unterstreicht das bürgerschaftliche Engagement der Einwohner in Worphausen. Zwölf Vereine und Verbände bieten unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern vielfältige Angebote der Freizeitgestaltung. Das Engagement der Menschen in Worphausen ist beispielhaft und belegt eine hohe Identifikation mit der eigenen Heimat. Vieles wurde und wird durch die Menschen vor Ort geschaffen.

Die Kreissparkasse an der Kreuzzung Worphauser Landstr. Moorender Str.
Die ehemalige Kreissparkasse an der
Kreuzzung Worphauser Landstr. Moorender Str.

Das wohnortnahe Angebot an Kindergarten und Schule ist ein Standortfaktor und wird von jungen Familien geschätzt. Der Kindergarten besteht seit 1972 und wird seit 2001 durch einen engagierten, 30 mitgliederstarken Freundeskreis unterstützt. Ziel ist es, die Kinder zu fördern und ihnen zu ermöglichen, in einer die Sinne anregenden Umgebung aufzuwachsen. Der Freundeskreis hat an der Renovierung und dem Anbau des dritten Gruppenraumes tatkräftig mitgewirkt. Die Ausstattung des Kindergartens wurde durch finanzielle und ideelle Beteiligung ergänzt: eine neue Spielebene, ein Gartenhaus für die Spielgeräte, die Ausstattung für den „Snoezelenraum“ konnten für den Kindergarten zur Verfügung gestellt werden. 2005 wurde auf dem Außengelände des Kindergartens ein Wasserlauf angelegt, ein neuer Kletterturm aufgebaut sowie eine kindgerechte Bepflanzung angelegt. In Kooperation mit dem Schulverein werden Flohmärkte, Altkleidersammlungen, Vortragsveranstaltungen durchgeführt. Im Jahr 2006 erfolgten weitere Aktivitäten in der Neu- und Umgestaltung des Außengeländes; hier speziell die Erweiterung des Kletterturms und des Wasserlaufs.

Die nebenan liegende Grundschule wird ebenfalls von einem Förderverein, dem „Schulverein Worphausen e.V.“ unterstützt. Der Schulverein (148 Mitglieder) initiierte zunächst mit großer Beteiligung die Stundenrandbetreuung für ca. 10 Jahre und setzt sich seit der Einführung der „Verlässlichen Grundschule“ sehr erfolgreich für die naturnahe Umgestaltung des Schulhofes ein. Innerhalb eines Jahres wurde mit Hilfe von Fördergeldern und der ausgesprochen engagierten Arbeit der aktiven und passiven Mitglieder eine äußerst attraktive Spielstätte angelegt, die nicht nur den Schulkindern, sondern allen Kindern und Jugendlichen in Worphausen offen steht. Dieses Projekt wird auch in den kommenden Jahren kontinuierlich erweitert. Des Weiteren organisiert der Schulverein monatliche Kinonachmittage, Flohmärkte, Fahrradtouren, Bastelangebote, Feste, Dorfsäuberungsaktionen, Einschulungsfeiern und unterstützt diverse schulische Vorhaben.

Das Handwerkerhaus im Winter
Das Handwerkerhaus im Winter

Über die Dorferneuerung wurden ab 1991 Maßnahmen auf dem Lilienhof (Bauernhofanlage und Handwerkerscheune) gefördert. Der Grundstein für die Bauernhofanlage wurde 1983 mit dem Bau des Bauernhauses gelegt, das 1987 anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Worphüser Heimotfrünn eingeweiht wurde. Mit sehr viel Eigenarbeit und Unterstützung der Gemeinde Lilienthal haben engagierte Menschen diesen Kleinod geschaffen, der das bäuerliche Leben bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts darstellt. Der Lilienhof dient der Brauchtums- und Heimatpflege. Die Worphüser Heimotfrünn haben 411 Mitglieder und sind Träger der Anlage. Die Bauernhofanlage umfaßt neben dem typischen Niedersachsen­haus (Bauernhaus) eine Scheune, ein Backhaus, ein Spieker und einen Schafstall.

Das Fernmeldemuseum
Das Fernmeldemuseum

Ein besonderes Ensemble stellt das Handwerkermuseum und das Handwerkerhaus (1984 errichtet) der Oll’n Handwarker ut Worphusen un annere Dörper (103 Mitglieder) dar. Die denkmal­geschützte „Scheune“ beheimatet alte Gewerke, die der Nachwelt einen Einblick in die alten Berufe geben sollen und im Obergeschoß ein „Telekommunikations-Museum“ in der die Entwicklungen der Telefonie praktisch gezeigt werden. Die Oll’n Handwarker wurden 1973 mit dem Ziel gegründet, Partnerschaften für aussterbende Berufe zu übernehmen. Der Ver­ein ist auch außerhalb Worphausens aktiv. Auf zehn bis zwölf Märkten jährlich werden die alten Berufe nebst einer „alten Küche“ dargestellt. Der Erlös fließt komplett in die Fertigstellung der Handwerkerscheune. Am Wochenende 20./21. Mai 2006 wurde das Handwerkermuseum offiziell eingeweiht.

Seit Bildung der damaligen „Großgemeinde Worphausen“ im Jahre 1937 wird eine Worphauser Dorfchronik geführt. Zunächst vom damaligen Worphauser Dorfschullehrer Paul Ludwigs und seit 1939 von seiner Ehefrau Ännchen. Frau Ludwigs führte die Chronik 40 Jahre, bis 1979 Altbürgermeister Diedrich Kück die Arbeit fortführte. 1991 übernahm der Leiter der Grundschule Worphausen Erwin Komann diese ehrenvolle Aufgabe, der sie bis heute fortführt, auch wenn er mittlerweile im Ruhestand ist.

Worphauser mit Landesvater Christian Wulff vorm Niedersächsischen Landtag
Worphauser Bürgerinnen und Bürger mit den ehemaligen Landesvater Christian Wulff vor dem Niedersächsischen Landtag

Im Ortskern von Worphausen befindet sich gegenüber dem Lilienhof das Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehaus, das "Diedrich-Kück-Haus". Das Gebäude wurde 1970 eingeweiht. Seitdem ist es Domizil der Feuerwehr, die sich heute mit 42 aktiven Feuerwehrkameraden in der Stützpunktwehr für Brandschutz und Hilfeleistungen einsetzen. Die jungen Feuerwehrkameraden und Kameradinnen werden vor dem Eintreten in den aktiven Feuerwehrdienst seit 1983 bei der Jugendfeuerwehr in Seebergen ausgebildet. Hervorzuheben ist besonders die Integration der Feuerwehr in der Bevölkerung: 128 Mitbürgerinnen und Mitbürger sind förderndes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Worphausen.

Unmittelbarer Nachbar der Feuerwehr war die 1991 gegründete Dorfgemeinschaft Worphausen. Sie bot ihren Mitgliedern und allen interessierten Bürgern ein vielfältiges Freizeitangebot, das durch Fahrten in nah und fern abgerundet wurde. Das "Diedrich-Kück-Haus" war monatlicher Treffpunkt für Klönveranstaltungen mit Spielmöglichkeiten, Gesellschaftsskat und Romme für Jung und Alt und bot Senioren Gelegenheit zum Handarbeiten und zum Gedankenaustausch. Im Januar 2010 wurde die Dorfgemeinschaft Worphausen durch die Jahreshauptversammlung aufgelöst.

Seit der Auflösung der Dorfgemeinschaft hat die Landjugend mit Ihren 49 Mitgliedern das "Diedrich-Kück-Haus" übernommen. Bereits vorher war das Haus ein wöchentlicher Anlaufpunkt, von wo aus Feste und Teilnahmen an Erntefestumzügen organisiert werden. Im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion wurde das Soccer-Field an der Querreihe angelegt. Dieses wurde mittlerweile zum Beach-Volleyball-Feld umgestaltet. 

Schützenfest
Schützenfest

Der Schützenverein Worphausen mit seinen 213 Mitgliedern ist seit über fünfzig Jahren aktiv. Die vorzeigbare Schießsportanlage bietet Traditions- und Sportschützen ebenso ein familiäres Freizeitangebot wie den aktiven Jungschützen. Die Schießsportanlage verfügt über 10 Luftgewehrstände, 10 Kleinkaliber ( KK) 50 m, 4 KK -Stände 100 m, sowie 3 KK - Vogelschießstände. Außerdem können die Disziplinen, Zimmerstutzen und Freie Pistole geschossen werden. Der Schützenverein beteiligt sich an Rundenwettkämpfen diverser Wettkampfklassen und ist auf Kreis-, Bezirk-, Landes- und der Deutschen Meisterschaft vertreten. Höhepunkt des Schützenjahrs ist das Schützenfest am Himmelfahrtstag mit dem öffentlichen Königsempfang auf dem Lilienhof. Es beteiligen sich nicht nur die befreundeten Vereine, sondern auch die anderen Worphauser Vereine an diesem Großereignis. Im Gegenzug werden Veranstaltungen und Schützenfeste der befreundeten Vereine besucht.

Die sportlichen Aktivitäten werden seit 1949 im TSV Worphausen entfaltet. Der 760 Mitglieder zählende Verein mit seinen 12 Sparten (Aerobic, Badminton, Faustball, Gymnastik für Frauen, Fußball, Gesellige Tänze, Judo, Kinderturnen, Männerturnen, Tischtennis, Tennis und Volleyball ) bietet eine breite Palette für die Bürgerinnen und Bürger mehr für die Gesundheit und den sportlichen Erfolg zu tun. Die Turnhalle (1974) befindet sich unmittelbar zwischen der Grundschule und dem Kindergarten. Die drei Sportplätze sind zentral in Nähe der Sporthalle angelegt worden. Jeden 1. Samstag im Monat führt der TSV eine Altpapiersammlung durch.

Im Frühjahr zeigt die Theatergruppe De Worphüser seit 1968 ein plattdeutsches Theaterstück. Auf dem Saal von Gerdes Landhaus ziehen die Theaterspieler in 15 Vorstellungen vor begeistertem Publikum ihre Mitmenschen (2.200 Zuschauer) in den Bann.

Das Handwerkerhaus im Winter
Das Handwerkerhaus im Winter

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) unterhält in Worphausen einen eigenen Ortsver­band mit 179 Mitgliedern. Neben den Beratungen für ihre Mitglieder wird ein breites Programm zur Freizeitgestaltung mit Klönnachmittagen, Wanderungen, Ausfahrten und Reisen angeboten. Der Sozialverband ist Ausrichter des jährlichen Volkstrauertages am Worphauser Ehrenmal am "Diedrich-Kück-Haus". Das Ehrenmal an der Moorenderstraße wird ehrenamtlich gepflegt und im Stand gehalten.

Der Gemischte Chor Moorende ist bekannt für fröhliche Lieder, die selbst in Australien, Neuseeland und Südafrika gerne gehört werden. Jährlich wird auf dem Lilienhof ein „Offenes Singen“ durchgeführt und auf dem Schützenempfang ein Ständchen geboten. Das Erntefest wird gemeinsam mit den Worphüser Heimotfrünn durchgeführt. Mehrere Konzerte werden in der näheren Umgebung veranstaltet.

Die Vereine und Verbände treffen sich mindestens einmal jährlich zur Abstimmung der Aktivitäten und Termine. Am Tag der Umwelt Anfang März wird in Worphausen ein „Dorfputz“ durchgeführt, der abwechselnd von jeweils einem Verein organisiert wird.

 

Worphausen ist seit dem 01.04.2000 online. Mit der eigenen Webseite worphausen.de präsentiert sich der Lilienthaler Ortsteil der „weiten Welt“. Die Homepage wird ehrenamtlich gepflegt und auf dem aktuellsten Stand gehalten. Der Betrachter erfährt eine vielfältige Information über Worphausen: Geschichte, Gewerbe, Vereine, Termine, Sehenswürdigkeiten sowie aktuelle Berichte aus der Tageszeitung. Die Webseite wurde bereits jetzt das 4. Mal neu erstellt.

 Während des 50. Worphauser Schützenfestes wurde die Idee geboren, das Worphauser Wappen auf einer Fahne darzustellen und sich als Ortschaft eine Fahne anzuschaffen. Das Wappen trägt ein Niedersachsenhaus und einen Torfspaten, das diagonal von der Wörpe durchflossen wird. Diese drei Elemente sollen den Namensursprung und das typische Arbeiten und Wohnen symbolisieren. Die Fahne wurde von den großen Vereinen im Großformat zum Schmücken der Feste und Veranstaltungen und im Kleinformat von den Bürgerinnen und Bürgern zum Schmücken ihrer Grundstücke erworben.

Wenn Sie eine Fahne erwerben möchten, schreiben Sie eine E-Mail an die Worphüser Heimotfrünn: .

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