Abschnitt der L 153 in Worphausen soll am kommenden Montag saniert werden – Umleitung über Grasberg

Lilienthal. Die Berg- und Talfahrt auf der Worphauser Landstraße soll schon bald ein Ende haben. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden lässt die gefährliche Absackung kurz hinter dem Abzweig nach Grasberg beseitigen. Am kommenden Montag, 9. Dezember, soll es in den frühen Morgenstunden mit den Arbeiten losgehen. Am Abend soll bereits alles erledigt sein. Damit zügig gearbeitet werden kann, wird die L 153 an diesem Tag zwischen der Wörpedorfer Straße (L 133) und der Moorender Straße komplett für den Autoverkehr gesperrt. Nur Radfahrer kommen noch durch. Eine Umleitung über Grasberg ist ausgeschildert.

Schon seit einigen Tagen werden die Autofahrer, die auf der Landesstraße unterwegs sind, durch Schilder auf die anstehende Sanierung und die vorgesehene Umleitungsstrecke hingewiesen. Manche von ihnen werden die Ankündigung erleichtert zur Kenntnis genommen haben. Denn die langgezogene Absackung – Folge des trockenen Sommers 2018 – war nicht ganz ohne. Um den Gefahrenpunkt zu entschärfen, hatte die Behörde dort vorsorglich Tempo 30 angeordnet. Ansonsten darf auf der Strecke 70 gefahren werden.

Ursprünglich wollte die Verdener Straßenbaubehörde die Worphauser Delle in einem Rutsch mit der anstehenden Sanierung der Wörpedorfer Straße gleich mit erledigen. Doch dann kam es noch mal anders. Aufgrund der beiden sehr trockenen Sommer 2018 und 2019 änderten die Planer noch einmal das Sanierungskonzept in ihrem Zuständigkeitsbereich, mit der Folge, dass die L 133 voraussichtlich erst im März/April 2020 dran ist. Keinen längeren Aufschub duldete aus Sicht der Verantwortlichen allerdings die Absackung auf der Worphauser Landstraße. „Da musste noch vorher etwas passieren. Das war uns klar“, sagt Rick Graue, Fachbereichsleiter in der Landesbehörde in Verden.

Die Umleitungsstrecke verläuft aus Richtung Lilienthal kommend ab der Einmündung der L 133 über die L 133 nach Grasberg. Ab Grasberg geht es weiter über die K 10 in Richtung Worpswede und über die Einmündung der K 36 in Richtung Worphausen zurück auf die L 153. Von Worpswede kommend wird der Verkehr entsprechend gegenläufig geführt. Die Verdener Behörde weist vorsorglich darauf hin, dass sich die Sanierung verzögern könnte, sollte die Witterung nächste Woche nun so gar nicht mitspielen – sprich der Winter doch noch plötzlich Einzug halten.

Während die Baustelle darauf abzielt, dass die Autofahrer auf der L 153 künftig wieder mehr Fahrt aufnehmen können, geht es an einer anderen Stelle der Worphauser Landstraße um das Gegenteil: Im Zuge der Dorfentwicklungsplanung für die 4-Dörfer-Region war die Idee aufgekommen, auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt in Höhe des Niels-Stensen-Hauses und der dort angedachten neuen Ortsmitte Tempo 50 einzuführen. Bislang gilt dort 70. Um herauszufinden, ob eine Drosselung machbar wäre, hatte eine Worphauser Delegation am Donnerstagmorgen ein Gespräch im Osterholzer Kreishaus. Der Landtagsabgeordnete Axel Miesner, CDU-Ratsmitglied Pascal Holz und Norbert Stegemann von der Stiftung Arbeit und Leben tauschten ihre Standpunkte mit dem Verkehrsdezernenten Dominik Vinbruck aus. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Worphauser ernüchternd aus: Weder die Nähe zum Kindergarten und der Feuerwehr, noch der Schulbusunfall einer Schülerin vor einigen Monaten seien Gründe, an der bestehenden Regelung etwas ändern zu können. Selbst das Argument des Klimaschutzes verfing nicht, berichteten Holz und Stegemann im Nachgang des Treffens. Sie hatten geltend gemacht, dass unmittelbar vor und nach dem Abschnitt bereits Tempo 50 gilt und Autofahrer so auf kurzer Strecke beschleunigen und wieder abbremsen. Doch die beiden mussten lernen, dass in der 80 Jahre alten Straßenverkehrsordnung Aspekte des Klimaschutzes und des CO2-Ausstoßes keinerlei Rolle spielen.

Quelle: Wümme-Zeitung, 6. Dezember 2019

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