Debatte über Straßennamen

Lilienthal. Damit der Lilienhof in Worphausen für Besucher per Navi einfacher zu finden ist, möchten die Worphüser Heimotfrünn und die Oll'n Handwarkers der Zufahrt von der Worphauser Landstraße einen eigenen offiziellen Straßennamen verpassen lassen. Grundsätzlich stehen Lilienthals Gemeindepolitiker dem Ansinnen offen gegenüber, doch für überdenkenswert halten einige von ihnen den von den Vereinen mitglieferten Vorschlag. Einfach nur "Lilienhof" soll der Weg heißen, schlagen Heimotfrünn und Handwarkers vor. Doch es gibt Zweifel an der Sinnhaftigkeit, wie jetzt die angeregte Aussprache im Baudienste-Ausschuss des Gemeinderates zeigte.

Spitzfindige Ratsleute wie Hanno Dehlwes (Grüne) oder auch Ingo Wendelken (Querdenker) geben zu bedenken, dass ein Hof eben keine Straße sein kann. Wenn schon, dann müsste es Am Lilienhof oder Zum Lilienhof heißen. Gemäß der Vorschriften zur Straßenbenennung wäre wohl alles drei möglich, verdeutlichte Fachbereichsleiter Stephan Riemenschneider. Wichtig sei, dass der Name räumlich klar zugeordnet werden könne.

Doch es gibt auch Ratsleute, die den Vorschlag der beiden Lilienhof-Anlieger richtig pfiffig finden. FDP-Mann John Hansen machte geltend, dass es in den Verzeichnissen für die Navigationsgeräte zigtausende Einträge mit "Am" und "Zum" gebe. Wer dagegen nur Lilienhof eintippe, werde sofort fündig. Und auch Marcel Habeck (CDU) steht zu dem Vorschlag. "Das kann man auch als Statement verstehen. Hier ist der Lilienhof, und nur der Lilienhof", warb Habeck für den Antrag, den sein Parteifreund Axel Miesner als Vorsitzender der Worphüser Heimotfrünn zusammen mit dem Handwarker-Vorsitzenden Johannes Rehder-Plümpe auf den Weg gebracht hat.

Entscheiden mochte das der Ausschuss am Ende nicht. Stattdessen geht die Sache nun erst einmal zurück an die beiden Antragsteller, verbunden mit der Bitte, die Namenswahl noch einmal zu überdenken.

Quelle: Wümme-Zeitung, 15. November 2019

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