Viele Fragen der 4a beim Besuch einer Hebamme in Worphausen

Lilienthal-Worphausen. Warum rutscht ein ungeborenes Baby nicht raus, wenn die Mutter auf Toilette geht? Wird dem Kind schwindelig, wenn die Mutter sich schlafen legt? Diese und viele andere Fragen stellten die Schüler der Klasse 4a aus Worphausen der Hebamme Ulrike Eils.

 

Sie war auf Einladung des Schulleiters Michael Krull, der Sachunterricht in der vierten Klasse unterrichtet, in die Schule gekommen. Schon seit mehreren Jahren gehört Eils dazu, wenn die Einheit Sexualkunde auf dem Stundenplan steht. Ihr Besuch stand nun unter dem Motto "Schwangerschaft und Geburt". Mitgebracht hatte die Hebamme, die zur Praxis "Kugelrund" gehört, viele Bilder, Bücher, Puppen und eine CD mit den Herzgeräuschen eines ungeborenen Kindes. Das alles lag auf einer Decke ausgebreitet zwischen der Gruppe, die im Stuhlkreis darum saß.

Vorher ein Elterninterview

In Vorbereitung auf Eils Besuch hatten die Kinder zu Hause ein Elterninterview geführt. Sie hatten ihre Mütter und Väter darüber ausgefragt, wie groß sie bei der Geburt gewesen seien, ob sie per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen waren, ob sie ein Frühchen waren und vieles mehr. Das bildete dann die Grundlage für den Besuch der Hebamme. So sprachen sie darüber, wo eine Hebamme arbeitet und wie ihre konkrete Hilfe aussieht. Eils erzählte, dass eine Hebamme immer bei einer Geburt dabei sein müsse. Sie darf diese aber auch alleine bewältigen. Ein Arzt darf das hingegen nur im Notfall. Weiter berichtete sie, dass sie die werdenden Eltern auf das Geburtsereignis mit Kursen vorbereite und auch nachbereite. Rückbildungskurse seien wichtig, damit sich die Gebärmutter, die ja während der Schwangerschaft weit ausgedehnt wurde, wieder auf die Größe einer Pflaume zurückbilde. Immer stehe eine Hebamme den Eltern nach der Geburt bei Fragen zur Verfügung und sie gucke bei Besuchen zu Hause, ob es dem Baby gut gehe.

Anschaulich und schülergerecht

Krull ist begeistert von Eils’ anschaulicher und schülergerechten Vermittlung an die wissenshungrigen Schüler. Auch an diesem Vormittag ließ sie sehr viel Raum für die Fragen der Kinder. Wann werde eigentlich ein Kaiserschnitt gemacht, wollte ein Mädchen wissen, das selbst auf diesem Weg auf die Welt gekommen war. Die Hebamme berichtete, dass dies nur im Notfall geschehe oder wenn das Kind noch zu schwach für eine natürliche Geburt sei. Diese sei aber wichtig, damit das Baby sich langsam an die Lungenatmung und das Leben außerhalb des Bauches der Mutter gewöhne: "Ein Kaiserschnitt ist, als wenn euch plötzlich nachts die Decke weggezogen wird. Nichts ist mehr kuschelig und ihr friert", zog sie einen nachvollziehbaren Vergleich für die Schüler.

Ulrike Eils besucht gerne Schulen und berichtet dort von ihrem Beruf und ihren Erfahrungen. Oft sitzen in den Klassen Kinder, die sie selbst entbunden hat. Interessierte Lehrer können sich gerne mit ihr unter der Telefonnummer 0 42 08 / 89 56 07 in Verbindung setzen.

Quelle: Wümme Zeitung, 19. Mai 2008 

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