Landjugendgruppe Wopswede-Worphausen eröffnet Fest zum 50-jährigen Jubiläum

Lilienthal-Worphausen. "Wir beißen uns durch", steht als Motto auf den T-Shirts des Landjugendvereins Worpswede-Worphausen. Seit fünf bewegten Jahrzehnten gibt es die Landjugend, und beweisen musste der Verein in diesen durch Aufs und Abs geprägten Jahren mehrfach, dass er Durchhaltevermögen hat.

 

Derzeit hat die Gruppe über zwei Dutzend Mitglieder und ist sehr aktiv. Nachdem die Erfahrung der 72-Stunden-Aktion im vergangenen Sommer die Gruppe nochmal zusammengeschweißt hatte, war beschlossen worden, als nächstes ein großes Jubiläumsfest gemeinsam auf die Beine zu stellen, das jetzt mit einem unterhaltsamen Kommersabend eröffnet wurde.

Dazu war ein großes Festzelt auf der Wiese am Niels-Stensen-Haus aufgestellt worden, das am Eröffnungsabend fast völlig mit Gästen gefüllt war, darunter auch eine Reihe ehemaliger Landjugendmitglieder. Zudem waren viele Ehrengäste eingeladen und nach Worphausen gekommen, die dem Verein ihre Glückwünsche zum runden Jubiläum überbrachten.

"Wir sind überwältigt, dass so viele gekommen sind", freute sich Matthias Wichert vom Vorstand, der durch den Abend mit buntem Programm moderierte. Nachdem der Vorsitzende der Landjugend Worpswede-Worphausen, Sven Wendelken, die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, wurde das Programm mit einer multimedialen Vorstellung der Landjugendmitglieder eröffnet. In dem kurzen, musikalisch umrahmten Film wurden auch die Aktivitäten der Gruppe, wie die Erntezüge und natürlich die 72-Stunden-Aktion, bei der im vergangenen Sommer das Buswartehäuschen entstanden war, dokumentiert.

Dann übergab der Moderator das Wort an den Ehrengast Erich Geffers, der als Gründungsmitglied der Landjugendgruppe von den Anfängen des Vereins berichtete. So sei 1958 der Wunsch aufgekommen, für gemeinsame Aktivitäten auch in Worpswede eine Landjugendgruppe zu gründen, nachdem es in den Nachbargemeinden bereits Landjugendgruppen gab, blickte Geffers zurück. Dabei sollte das kein Männerclub werden, sondern ein Treffpunkt für alle Jugendlichen, stellte das Gründungsmitglied heraus. Nachdem eine Leiterin der Volkstanzgruppe gefunden war, war das Tanzen lange Zeit fester Bestandteil der Landjugend, aber nicht nur das, auch andere Aktivitäten prägten das frühe Vereinsleben, wie Vorträge und Diskussionen. Und schon damals unternahm die Gruppe Ausflüge zur Grünen Woche nach Berlin.

Nach diesem ersten Rückblick auf die Anfänge übernahm das heutige Landjugendmitglied Oliver Wichert den Blick in die Chronik. In Holzschuhen, mit blauem Schifferhemd und dunklem Hut berichtete er auf sehr unterhaltsame Art aus der weiteren Vereinsgeschichte. Auch er stellte die Bedeutung des Volkstanzes heraus, ebenso wie die Teilnahme an den Ernteumzügen mit eigenem Wagen und das gemeinsame Feiern. Zudem habe die Landjugend als eine der ersten eine Disco auf die Beine gestellt, die großen Anklag fand, sowie auch zunächst die Sommernachtsparty, die in den letzten Jahren als "Weyerbergernacht" eine feste Institution im Vereinsleben wurde. Auch habe sich immer wieder gezeigt, dass der Verein sich als erfolgreicher Heiratsmarkt anbot.

Aus der Reihe der Ehrengäste überbrachten die Vorsitzende der niedersächsischen Landjugend, Susanne Cordes, Merle Hinz vom Bezirksvorstand sowie der Vorsitzende der Kreislandjugend Osterholz, Uwe Voß, ihre Glückwünsche. Auch Reinhard Garbade als Vorsitzender des Landvolkes Osterholz richtete ein Grußwort an die Landjugend, wie auch der Landtagsabgeordnete Axel Miesner in seiner kurzen Rede die tolle und wichtige Arbeit des Vereins hervorhob. Die Landjugend habe gezeigt, dass sie gemeinsam etwas bewegen könnten. Von der tollen Leistung im Rahmen der 72-Stunden-Aktion zeigte sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Worpswede beeindruckt, der bei der Aktion der Agent für die Gruppe gewesen war. "Da habe ich Euch als kreative und fleißige Personen kennen gelernt, die sich für die Gemeinschaft einsetzen", erinnerte sicht Stefan Schwenke.

Aufgelockert wurde der Abend durch mehrere Tanzeinlagen. So zeigte die befreundete Landjugendgruppe Grasberg nicht nur das "Mühlradl", sondern auch den Volkstanz "Freischütz". Gewinnen für eine Tanzeinlage konnte die aktuelle Landjugend Worpswede-Worphausen auch eine Gruppe ehemaliger tanzfreudiger und sehr erfolgreicher Landjugendmitglieder. Sie zeigten den "Schaumburger". Dieser Aufführung aus früherer Zeit wurde später eine Tanzeinlage der Landjugend von heute gegenübergestellt. Denn tanzen können die aktiven Landjugendlichen auch, nur etwas anders, wie Moderator Matthias Wichert anmerkte. Und Gelegenheit zum Tanz schloss sich dann für alle an: Nach dem Kommersabend konnte im Festzelt das Tanzbein geschwungen werden - zur Musik, die Discjockey Hartmut Geffken aufgelegte.

Quelle: Wümme Zeitung, 2. Juni 2008 

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