Worphauser Abschlussklasse des Jahres 1968 feiert fröhliches Wiedersehen

Lilienthal-Worphausen. Im März 1968 wurden die 19 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9s aus ihrer Schule Worphausen offiziell entlassen. An das Ereignis vor 40 Jahren kann sich Ulrich Lüerssen noch gut erinnern und zu dem ereignisreichen Jahr 1968 merkt der Worphauser an: "Solche Revoluzzer waren wir nicht. Die Welt wollten wir auch verbessern, aber mit friedlichen Mitteln."

Doch mit dem Näherrücken des 40. Jahrestages des Endes der gemeinsamen Schulzeit habe ihn die Frage beschäftigt, was aus dem damaligen Klassenlehrer Herbert Schulte und den vielen Mitschülern wohl inzwischen geworden sei. Denn nach einem Treffen elf Jahre nach dem Schulabschluss hatte sich die Gruppe zunächst wieder aus den Augen verloren. Er habe immer darauf gewartet, dass jemand ein Treffen organisiere, doch es habe sich nichts getan, sagt der Lilienthaler, so dass Ulrich Lüerssen die Organisation nun selbst in die Hand nahm, um den runden Anlass nicht zu verpassen. So recherchierte er während der vergangenen Monate. Was gar nicht so einfach gewesen sei, besonders bei den Frauen, die ja mit der Heirat meist ihre Namen wechselten, merkt Ulrich Lüerssen an. Mit Hilfe der gefunden ehemaligen Mitschüler konnte er aber schließlich alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler der 9s und auch den Lehrer Herbert Schulte ausfindig machen, die, wie sich herausstellte, heute alle noch in Lilienthal oder der Umgebung wohnen. "Schon komisch", sagt der Worphauser, da wohne man in so kleiner Entfernung und sei sich vorher all die Jahre nicht begegnet. Das Interesse an einem Wiedersehen sei nun sehr groß gewesen, freute sich Lüerssen und von den 19 ehemaligen Schülern kamen 17 zu dem Treffen, das der Worphauser gemeinsam mit Günther Meyerdierks organisiert hatte. Der Lehrer, inzwischen emeritierter Professor, habe übrigens auch kommen wollen, aber er habe kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen, merkte der Organisator an und stellte die interessante Vita des ehemaligen Worphauser Lehrers vor. So hatte Herbert Schulte nur noch ein Jahr nach dem Weggang der 9s in Worphausen unterrichtet und wurde dann nach dem zweiten Staatsexamen wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen, promovierte und habilitierte sich. Seit Mitte der 80er Jahre lag der Schwerpunkt seiner Forschung auf Fragen der Wechselbeziehung von schulischen und medialen Lernprozessen.

Bei dem Wiedersehen im Grasberger Schützenhof hatten sich einige ehemalige Mitschüler seit vier Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Das Erkennen machte dabei trotz der langen Zeitspanne keine Probleme. Und ins Gespräch kam die Gruppe ganz schnell, so dass der Abend geprägt war durch einen regen Austausch von Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken. "Die Stimmung war außerordentlich gut", freute sich Ulrich Lüerssen über den gelungenen Abend, bei dem dann auch gleich ein neuer Klassensprecher gewählt wurde. Ausgeguckt wurde Klaus Grotheer, der wohl entsprechend der Erinnerung der Gruppe bereits im Abschlussjahr Klassensprecher gewesen war. Ob diesem dann die Aufgabe zufällt, das nächste Treffen zu organisieren, ist noch offen, aber dass es ein baldiges Wiedersehen geben soll, da waren sich alle einig.

Quelle: Wümme Zeitung, 12. April 2008 

Unsere Sponsoren

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie Sie sie löschen können erfahren Sie in unseren Datenschutzerklärungen.

  Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.
EU Cookie Directive Module Information