Uwe Meyer regiert in Worphausen

Von Johannes Kessels

 

Lilienthal-Worphausen.

Ein Jahr hatte er Zeit, sich abzugucken, wie man als König ein Schützenvolk regiert. Jetzt muss der bisherige Vizekönig Uwe Meyer zeigen, was er gelernt hat: Er ist neuer Schützenkönig von Worphausen und löst damit Jürgen Böschen ab – den Schwiegersohn der Lebensgefährtin.

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Uwe Meyer und Helga Kück regieren dieses Jahr die Worphauser Schützen.

Punkt 20 Uhr nahm das alte Königshaus Platz im Saal von Gerdes‘ Landhaus. Ans Rednerpult stellte sich Dietmar Schnaars, zweiter Vorsitzender des Schützenvereins Worphausen – in Vertretung seines Chef Jürgen Böschen, der an diesem Abend noch auf dem Königssessel saß. Böschen sei trotz der Doppelfunktion als König und Vorsitzender immer zur Stelle gewesen und habe den Verein gut repräsentiert, lobte Schnaars. Die Königsabholung sei eine gelungene Veranstaltung gewesen, von Jürgen und Christiane Böschen sei man auf dem Lilienhof hervorragend bewirtet worden.

Dietmar Schnaars lobte auch die Landjugend Worpswede-Worphausen sowie die eigene Jugendabteilung. Weil es auf dem Festplatz in diesem Jahr keinen Autoscooter gab, hatten die Jugendlichen die Sache selbst in die Hand genommen: Sie organisierten Luftballonschießen, eine Torwand und ein Glücksrad. "Bis abends war der Platz voll", sagt die scheidende Schützenkönigin Doris Mehlgarten, die Besucher seien sehr angetan gewesen. "Endlich mal wieder ein richtiges Volksfest", habe sie von ihnen gehört.

Als die scheidenden Majestäten ihre Ketten zurückgegeben hatten, wechselten sie peu à peu die Plätze mit den neuen Majestäten. Statt Jürgen Böschen nahm Uwe Meyer Platz auf dem Sitz des Königs. Es passiere nun zum dritten Mal in Folge, dass der Vize König werde, resümierte Doris Mehlgarten. Die Königin an seiner Seite ist seine Lebensgefährtin Helga Kück, zum Adjutanten wählte sich Meyer Bernd Mehrtens.

Vizekönig wurde Michael Junker, neue Damenkönigin ist Sabine Bialkowski mit Tanja Köhnken als Vize. Neue Jugendkönigin ist Insa Lindenstrauß, ihr Vize ist Ferdinand Berg, während Angelika Prieser Volkskönigin wurde, was ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft im Schützenverein Worphausen bedeutet.

Mit den Grußworten ist man in Worphausen traditionell sparsam, dieses Jahr trat nur der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Axel Miesner an das Mikrofon. "Wir Worphauser müssen doch liebe Menschen sein", behauptete er: Immer, wenn es mittwochs regne, scheine an Christi Himmelfahrt, dem ersten Tag des Schützenfestes, die Sonne.

(Korrektur der Wümme-Zeitung vom 22. Mai 2012 ist im Artikel eingearbeitet. Webmaster)

Quelle: Wümme Zeitung, 21. Mai 2012

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