Internet tot – Worphauserin genervt / EWE reagiert erst am Freitag

Lilienthal. Seit knapp zwei Wochen ist das Festnetz-Telefon in der Wohnung von Anke und Joachim Thölken tot. Jeder Versuch, am Computer bis ins Internet vorzudringen, scheitert seitdem auch. Das nervt Anke Thölken von Tag zu Tag mehr. Fast täglich hat sie den Telefon- und Internetversorger EWE-Tel per Handy angerufen und um Abhilfe gebeten – vergeblich. Die Worphauserin landete dauernd im Callcenter des Konzerns. Was sie noch mehr frustrierte: Keiner der vielen Anrufe brachte sie weiter. Das änderte sich erst, als sie am Freitagmorgen die Redaktion der WÜMME-ZEITUNG informierte.

Einen Tag vor Weihnachten, am 23. Dezember, ging das Telefon plötzlich nicht mehr. Bei EWE habe es am späten Nachmittag geheißen: „Tut uns leid, wir haben selber eine Störung und können nichts tun.“ Eine halbe Stunde später habe das Telefon dann wieder funktioniert, berichtet Anke Thölken. Am 24. Dezember ging gar nichts mehr: Telefon tot und keine Verbindung zum Internet. Vormittags rief die Worphauserin die Hotline von EWE-Tel an. Die Frau am anderen Ende der Leitung konnte ihr nicht weiterhelfen.

„Seitdem geht gar nichts mehr“, klagt Thölken. „Telefon und Internet sind tot.“ Am Montag, einen Tag vor Silvester, musste die Worphauserin zur Bank fahren und Überweisungsformulare ausfüllen, eine ungewohnte Übung, die eine halbe Stunde dauerte. Doch es half nichts, mit dem Internet war das Online-Banking lahm gelegt. Beim Telefonanbieter erreichte sie nichts. „Gestern habe ich gefragt: ,Können Sie mal gucken, ob einer schon daran arbeitet?’ und dann gesagt: ,Geben Sie mir doch jemanden, der mir helfen kann.’“ Fehlanzeige. Das sei nicht möglich, hieß es. Erst am Freitag kam Bewegung in die Sache, als die Worphauserin die Redaktion informierte. „Warum geht das nur mit Druck?“, fragt sie sich. Am Freitag meldete sich gleich die Kundenbetreuung des Oldenburger Unternehmens bei Anke Thölken. „Die haben sich entschuldigt, es tue ihnen alles leid, sie konnten wegen der Feiertage nichts unternehmen, da muss der technische Außendienst kommen. Wir sollen eine Erstattung kriegen.“

Das bestätigte am Freitagnachmittag Katja Schmitt-Völsch, Pressesprecherin bei EWE-Tel: „Wir haben die Kundin informiert, dass sich noch heute ein Techniker bei ihr meldet, um einen Termin zu vereinbaren“, sagte Schmitt-Völsch der Redaktion. „Das muss sich jemand vor Ort angucken.“ Zugleich signalisierte die Pressesprecherin Verständnis für den Ärger der Kundin. „Das ist natürlich schlecht, wenn das über die Feiertage so läuft. Es tut uns sehr leid.“ Auch der Kundenservice soll sich gleich zu Beginn der Woche bei Anke Thölken melden, um mit ihr über eine Gebührenerstattung zu reden und zu klären, „was gegebenenfalls als Entschädigung möglich ist“.

Quelle: Wümme-Zeitung, 06. Januar 2014

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