Anwohner gegen Sanierung der Westerweder Straße / Informationsabend am 24. Mai

Lilienthal-Worphausen. Die Westerweder Straße wirkt mit ihren Pflastersteinen und den Birken im Seitenraum idyllisch. Die meisten der Anwohner sind mit der Holper-Straße zufrieden. Nicht nur weil sie zum dörflichen Charakter passt, sondern auch, weil die Straße wegen ihrer Beschaffenheit nicht als Rennstrecke geeignet ist. Genau das wird sich ändern, befürchtet eine Bürgerinitiative: Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, die Westerweder Straße komplett zu asphaltieren.

Das Tempolimit von 30 Stundenkilometer soll auch nach der Sanierung, die Anfang Juni beginnen soll, weiterhin bestehen. Trotzdem befürchten die Anwohner, dass die Verkehrsschilder allein nicht ausreichen, Autofahrer daran zu hindern, wesentlich schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer zu fahren. Vor Wochen hatten sich 90 Prozent der Anwohner an die Verwaltung und Politik gewandt, mit dem Ziel, das Vorhaben grundsätzlich zu verhindern. Damit sind sie gescheitert. Gleichzeitig hatten sie gefordert, falls ihr Anliegen abgelehnt wird, dass zumindest vier geschwindigkeitshemmende Bodenschwellen im Zuge der Sanierung gebaut werden. Auch damit scheinen sie nach derzeitigem Stand gescheitert zu sein.Dass die Gemeindestraße grundsätzlich saniert werden müsse, geschehe allein aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, informierte die Bauabteilung jetzt schriftlich die Anwohner. Der Einbau von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sei unter dem Blickwinkel der Erforderlichkeit, Zweckmäßigkeit und des Kostenaufwandes zu sehen. Für einen solchen Einbau würden zusätzlich Finanzmittel in Höhe von rund 13 000 Euro erforderlich. Zudem erzeugten die Schwellen Lärm. Die Verkehrsbelastung sei relativ gering, zumal es sich um eine Straße handele, die überwiegend dem Anliegerverkehr diene. "Erforderlichkeit, Aufwand und Nutzen stehen somit in keinem ausgewogenen Verhältnis."Dem Einwand der Anwohner, die Straße sei nicht auf der gesamten Strecke sanierungsbedürftig und mit den dadurch eingesparten Investitionsmitteln könnten die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen finanziert werden, entgegnet die Bauabteilung, dass sich der Einheitspreis pro Quadratmeter Sanierungsfläche erhöhe, weil weniger Material abgenommen werde.So einfach wollen die Westerweder diesen Beschluss aber nicht hinnehmen. Unter dem Motto: "Wie man aus dem beschlossenen Übel noch etwas Gutes machen kann" veranstaltet die Initiative einen Informationsabend am Dienstag, 24. Mai, ab 19.30 Uhr auf dem Lilienhof. Eingeladen sind auch Politiker und Verwaltungsvertreter. Bürgermeister Willy Hollatz hat sein Kommen bereits zugesagt.

Quelle: Wümme Zeitung, 18. Mai 2005

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