In Worphausen entsteht eine zusätzliche Halle – auch die Dorfgemeinschaft nebenan profitiert

Lilienthal. Auf diesen Moment hat die Worphauser Ortsfeuerwehr lange gewartet. Neun Jahre ist es her, dass erste Überlegungen für die Erweiterung des Feuerwehrhauses angestellt wurden. Am Freitagvormittag folgte nun endlich der erste offizielle Spatenstich an der Worphauser Landstraße. Der Hallenanbau soll Platz für die beiden Einsatzfahrzeuge bieten, die die Worphauser im nächsten und übernächsten Jahr erwarten. Auch zeitgemäße Umkleide- und Sanitärräume für die 42 Feuerwehrmänner gehören zur Planung. Gleichzeitig soll das direkt anschließende Dorfgemeinschaftshaus angepackt werden. Fenster werden ausgetauscht, eine neue Heizung kommt auch, die auch die Räume der Feuerwehr versorgt.


Zunächst einmal nahmen Bürgermeister Kristian Tangermann, Gemeindebrandmeister Andreas Hensel, Ortsbrandmeister Kai Garbade sowie die Architektin Stephanie Pieper-Herbst am Freitag den Spaten in die Hand, um symbolisch die Bauarbeiten für das 1,8 Millionen Euro teure Vorhaben zu starten. Nächste Woche soll es dann richtig rund gehen, wie Bauleiter Frank Rohde von der Firma Stehnke berichtete. Erdarbeiten sind zuerst dran, danach wird das Fundament angelegt. Wenn der Winter mild ausfällt und durchgearbeitet werden kann, soll der Rohbau für die neue Fahrzeughalle samt Nebenräumen Ende März stehen. Alles in allem rechnet die Architektin mit einer Bauzeit von etwa acht Monaten.

Die bisherige Halle platzt förmlich aus allen Nähten: Das Tanklöschfahrzeug und das Löschgruppenfahrzeug passen gerade so hinein, an der Rückwand befinden sich die Kleiderhaken für die Schutzausrüstung der Feuerwehrleute. „1,2 Quadratmeter sind pro Person vorgesehen. Das allein lässt sich hier gar nicht darstellen“, sagt Ortsbrandmeister Garbade bei einem Rundgang.
Umkleiden bei geöffnetem Hallentor

Dass sich die Kameraden da umziehen, wo auch die Dieselmotoren der Fahrzeuge laufen, ist ebenfalls problematisch, genauso wie es komisch ist, wenn bei geöffneten Toren die Kleider gewechselt werden müssen. Und so kommt eins zum anderen - der Neu- und Umbau soll die Probleme beseitigen und vor allem die gültigen Standards erfüllen.

Dazu gehört auch die neue Einfahrt, die zum ebenfalls neu geplanten Parkplatz führt, auf dem die Feuerwehrleute künftig ihre Privatautos abstellen, wenn Alarm ist oder Übungsabende anstehen. Die Feuerwehrfahrzeuge erhalten eine eigene Ausfahrt. Die Unfallkasse hatte die bisherige Lage schon länger moniert, weil die Gefahr bestand, dass Feuerwehrleute noch quer über den Hof laufen oder mit dem Auto vorbeifahren, wenn schon der erste Feuerwehrwagen zur Alarmfahrt ausrückt. Die neue Einbahnstraßenregelung soll die Sicherheit erhöhen.

Der Anbau schafft Platz in der alten Halle: So wird auf einem freien Stellplatz künftig das Fahrzeug der technischen Einsatzleitung für den Katastrophenschutz im Landkreis  Osterholz untergebracht. Die Feuerwehr Worphausen hat die Erlaubnis, dieses Fahrzeug auch für eigene Zwecke zu nutzen. So lässt sich der Wagen zum Beispiel für Fahrten der Kinder- und Jugendfeuerwehr gebrauchen. Auch Platz für eine Werkstatt soll es künftig geben. Und gleich neben den Schulungsräumen wird eine Pantry-Küche eingebaut. Der Anbau selbst erhält ein Flachdach, das begrünt werden soll. Die Fassade soll später verklinkert werden und sich optisch an die vorhandenen Gebäude anpassen, sagte die Architektin.

Zur Finanzierung des Vorhabens trägt auch der Dorfentwicklungsplan für die 4-Dörfer-Region bei: Für alles, was zur Außenhülle gehört, gibt es einen Zuschuss aus diesem Topf. Die Gemeinde beziffert die Fördersumme auf 464 877 Euro.

Quelle: Wümme-Zeitung, 21.11.2020

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