Defekte Leitung
Stromausfall in mehreren Orten

Lilienthal/Grasberg/Tarmstedt. Eine Kabelstörung hat dafür gesorgt, dass am Dienstagnachmittag in mehreren Ortschaften in Grasberg, in Tarmstedt, Wilstedt, Vorwerk und in Teilen Lilienthals die Stromversorgung vorübergehend ausgefallen ist. Laut einer Sprecherin von EWE-Netz sind insgesamt 6000 Haushalte von dem Problem betroffen gewesen. Die defekte Stromleitung konnte auf die Schnelle noch nicht repariert werden, doch dafür wurde der Strom über andere Wege durchs Netz bis zu den Verbrauchern geleitet. Bis zum späten Nachmittag soll wieder überall Strom bereit gestanden haben, hieß es beim Netzbetreiber.


Wo genau der Fehler lag, teilte EWE nicht mit. Dass bei Bauarbeiten möglicherweise eine Stromtrasse durchtrennt wurde, schloss die Sprecherin allerdings aus. Bei den Osterholzer Stadtwerken, die am  überregionalen Stromnetz hängen, hieß es, eine so genannte 20-Kilovolt-Mittelspannungsleitung sei ausgefallen, mit der der Strom in der Region verteilt werde.

In Lilienthal-Mitte hatte sich die Störung vor allem dadurch bemerkbar gemacht, dass Lichter kurzzeitig zu flackern begannen. In anderen Bereichen wie Worphausen soll die Leitung zeitweise komplett tot gewesen sein. Das berichten auch Menschen aus Grasberg.

In Dipshorn setzten Landwirte ihre Notstromaggregate ein, um im Stall die Lüftung in Gang zu halten und unter anderem die elektrischen Fütterungsanlagen bedienen zu können. Auch in Buchholz waren die Menschen ab 13 Uhr vom Stromausfall betroffen. EWE-Monteure trafen ein und begannen mit der Fehlersuche auf den betroffenen Leitungsabschnitten. Mit ihrer technischen Ausrüstung überprüften sie in mehreren Ortschaften die Transformatoren. Doch bis 15 Uhr ging zeitweilig nichts mehr, im Tarmstedter Rathaus fielen auch später noch zeitweise Computer aus.

„Solche Stromausfälle sind eigentlich sehr selten bei uns, weil unser Netz sonst stabil ist“, berichtete Vorwerks Bürgermeister Thomas Müller am Handy. Tatsächlich kommen längere Stromausfälle in Deutschland nicht sehr häufig vor. „Statistisch gesehen ist bei uns jeder Stromkunde jährlich nur 14 Minuten vom Stromnetz getrennt“, versichert Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Bei einem Jahresverbrauch von über 556 Milliarden Kilowattstunden Strom zählt Deutschland damit weltweit zu den Spitzenreitern in Sachen Netzzuverlässigkeit. Ganz auszuschließen sind Stromausfälle dennoch nie, so der BDEW, besonders in Regionen mit vielen Überlandleitungen.

Quelle: Wümme-Zeitung, 11.11.2020

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