Anbau wieder Thema bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Worphausen 

Lilienthal. Gebrannt hat es im vergangenen Jahr in Worphausen nur einmal. Trotzdem musste die Ortsfeuerwehr zu 24 Einsätzen ausrücken. Besonders viel Arbeit hatte sie mit Insektennestern und umgestürzten Bäumen. Daran erinnerten jetzt der Ortsbrandmeister Kai Garbade und der Schriftführer Björn Busch bei der Jahreshauptversammlung, zu der 60 Kameraden und Gäste im Café Niels in Worphausen erschienen waren.

Gleich zu Beginn gab es zwei Ehrungen: Niklas Schumm wurde zum Feuerwehrmann des Jahres ernannt, weil er die beste Dienstbeteiligung aufzuweisen hat. Funktionsträger des Jahres wurde Dirk Scheppelmann, seit 21 Jahren Sicherheitsbeauftragter. Dieses Amt gab er nun auf, zu seinem Nachfolger ernannte Kai Garbade Marcel Habeck.

Das größte Projekt für dieses Jahr ist der Anbau an das Feuerwehrhaus mit Platz für zwei Fahrzeuge und einen Umkleidebereich. Der alte Teil des Gebäudes, das, wie der Landtagsabgeordnete Axel Miesner zu berichten wusste, vor genau 50 Jahren eingeweiht und vor 25 Jahren schon einmal erweitert wurde, soll saniert werden. Im vorigen Jahr habe er gesagt: „2020 geht’s los“, sagte Kai Garbade. „Aber bisher ist kein Bagger angerollt.“ In der zweiten Märzwoche müsse der Förderungsausschuss des Vier-Dörfer-Programms entscheiden, ob es Zuschüsse für den Anbau gibt. Noch habe er die Hoffnung auf einen Baubeginn in diesem Jahr nicht aufgegeben, sagte der Ortsbrandmeister.

Die Ortswehr bekomme zudem einen Mannschaftstransportwagen, wahrscheinlich übernommen vom Katastrophenschutz des Landkreises Osterholz, und ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 3000, so Garbade. Mit der Ausschreibung werde die Gemeinde Lilienthal ein Planungsbüro beauftragen.

24 Einsätze fuhr die Ortswehr im Jahr 2019, nähere Details verlas der Schriftführer Björn Busch. Im März brannte eine Garage an der Worphauser Landstraße, im April musste bei einem Osterfeuer Nachschau gehalten werden. Die anderen 22 Einsätze waren Hilfeleistungen, eine am Heiligabend, als die Feuerwehr zu einer Reanimation gerufen wurde. Noch auf dem Weg dahin wurde sie wieder abbestellt, da inzwischen ein Rettungswagen frei geworden war.

Neben Autounfällen und Ölspuren galten die Hilfeleistungen jeweils zu ungefähr einem Drittel dem Entfernen von Insektennestern und von umgestürzten Bäumen. Bürgermeister Kristian Tangermann sagte, im Haushalt der Gemeinde sei Geld für die Erstellung eines Baumkatasters eingestellt. Es müsse geprüft werden, ob die gemeindeeigenen Straßenbäume in gutem Zustand seien. „Wir wollen nicht warten, bis die Dinger umfallen.“ Ein Feuerwehrmann erklärte, er könne aus dem Stegreif in der Westerweder Straße fünf Bäume nennen, die kurz davor stünden. „Die sind schon tot, sie wissen es nur noch nicht“, meinte er.

Nach einem Austritt hat die Ortswehr jetzt 43 aktive Mitglieder, darunter unverändert eine Frau. Der Jugendfeuerwehr gehören zwölf Jungen und zehn Mädchen an; Jugendfeuerwehrwart Torsten Fink hat zweimal in der Grundschule und einmal im Kindergarten einen Brandschutzkursus gegeben. In der Kinderfeuerwehr sind acht Jungen und vier Mädchen, sie belegten beim Pokalwettbewerb Platz 1 unter vier Bewerbern, wie Kinderfeuerwehrwart Michael Tietjen berichtete. 123 fördernde Mitglieder hat die Worphauser Feuerwehr, und die Florian-Gruppe besteht aus acht Bewohnern des Niels-Stensen-Hauses, die von Kai Garbade im richtigen Verhalten bei Bränden unterrichtet werden und trotz geistiger Behinderung ihr Wissen an ihre Mitbewohner weitergeben können.

Beim Frauenanteil herrsche in Worphausen ein echtes Defizit, sagte der Gemeindebrandmeister Andreas Hensel, zeigte sich aber optimistisch, dass die Kinder- und Jugendfeuerwehrleute dies bald ändern werden. Hensel beförderte Michael Tietjen und Torsten Fink zum Oberlöschmeister sowie Tim Schnakenberg und Christoph Schnaars zum Hauptlöschmeister. Kai Garbade war für die Beförderungen eine Stufe weiter unten zuständig: Marcel Griemitz, Jan-Philipp Lilienthal, Levin Stelljes und Jan-Erik Zimmermann sind jetzt Oberfeuerwehrmänner.

Quelle: Wümme-Zeitung, 3. Februar 2020

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