Gemeinsames Vereinsheim und Katastrophenschutzgruppe mit Worpswede und Grasberg geplant

Lilienthal-Worphausen. Der Lilienthaler DRK-Ortsverein beabsichtigt, ein Haus in Worphausen zu erwerben, das auch die Rotkreuzler von Worpswede und Grasberg benutzen sollen. Auf einer Versammlung im Turnerhaus am Konventshof ermächtigten die anwesenden sechs Mitglieder jetzt den Vorstand, für den Erwerb des Gebäudes einen namhaften Betrag aus den Rücklagen des Ortsvereins zu entnehmen.

 

Nachdem der zweite Vorsitzende Peter Frese für 40-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz Wolfgang Dahms ausgezeichnet hatte, berichtete er, dass Ende vorigen Jahres der Ortsverein 907 Mitglieder hatte. Dem Kreisverband Osterholz gehörten zu diesem Zeitpunkt 5390 Mitglieder an. Die Zahlen sind seit Jahren rückläufig, deshalb wurde im Frühjahr eine Werbeaktion gestartet.

Für die Seniorenarbeit berichtete Frieda Wilke, dass es alle 14 Tage am Montagnachmittag ein Treffen in der Begegnungsstätte Falkenberg gibt und alle vier Wochen einen Gesundheitsvortrag im Amtmann-Schroeter-Haus. Dorothea Burat berichtete von vier Blutspendeterminen im Jahr, bei denen im Durchschnitt 120 Spender kommen. "Es könnten mehr sein", meinte sie. Für die Kinderbetreuung während der Termine werden neue Helferinnen gesucht. Da die Zahl der Spender abnehme, wäre es vielleicht sinnvoll, auch mit Erstspendern, so wie es in diesem Jahr für die Spender mit 50. Jubiläum angeboten wurde, einmal zur DRK-Blutspendezentrale in Springe bei Hannover zu fahren, wo vorgeführt wurde, wie das Blut weiterverarbeitet wird. Es sei übrigens ein Irrglaube, dass das gespendete Blut vorwiegend bei Infusionen nach Verkehrsunfällen verwendet wird. Diese liegen erst an vierter Stelle, der größte Teil des Blutes wird bei Krebsoperationen benötigt.

Elke Frese sagte, dass sich jeden Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr im Turnerhaus eine Kindergruppe trifft. Derzeit sind es sechs Vier- bis Neunjährige, die basteln, kochen, backen oder spielen. Weitere Kinder bis zehn Jaher sind sehr willkommen.

Die DRK-Ortvereine von Lilienthal, Grasberg und Worpswede, so Peter Frese, sind übereingekommen, eine gemeinsame Katastrophenschutzgruppe zu gründen. Diese soll bei großen Katastrophen zum Einsatz kommen, wenn die regulären Rettungskräfte nicht mehr ausreichen, und innerhalb der nächsten zwei Jahre aufgebaut werden.

Diese Katastrophenschutzgruppe wird eigene Fahrzeuge und Material besitzen, und das soll möglichst zentral untergebracht werden. Deshalb wird der Lilienthaler Ortsverein das Appartementshaus Worphauser Landstraße 54c erwerben, das von Lilienthal aus gesehen auf der linken Straßenseite vor der Brandruine der ehemaligen Gaststätte Dreyers Reeg liegt.

Kassenwartin Dorothea Burat erklärte, das Haus sei deshalb ideal, weil es neben zehn Wohnungen auch noch viele Garagen besitzt. Es soll nicht nur den Fahrzeugen Unterkunft bieten, sondern auch als gemeinsames Vereinsheim dienen. Der Ortsverein Worpswede kommt für die Inneneinrichtung auf, der Ortsverein Grasberg mit seiner aktiven Jugendabteilung richtet das Außengelände wieder her. Sie werden später an die Lilienthaler ein Nutzungsentgelt zahlen. Die Lilienthaler Seniorengruppen werden weiterhin in der Begegnungsstätte Falkenberg und im Amtmann-Schroeter-Haus stattfinden, ebenso wird die Kindergruppe nicht aus dem Turnerhaus ausziehen.

Drei Wohungen im Obergeschoss sollen wieder vermietet werden, eventuell mietet der Kreisverband eine weitere Wohnung. Das gesamte Erdgeschoss wird den drei Ortsvereinen zur Verfügung stehen. Fünf der derzeit zehn Wohungen befinden sich in Zwangsversteigerung. Die anderen fünf Wohnungen gehören einer einzigen Eigentümerin, mit der das DRK bereits einen Kaufvertrag abgeschlossen hat. Der wird erst dann rechtskräftig, wenn der Ortsverein bei der Zwangsversteigerung am 31. Januar nächsten Jahres den Zuschlag für die übrigen fünf Wohnungen erhalten hat. Die Mittel des Ortsvereins reichen aus, so Burat; auch für die nötige Sanierung des Gebäudes. Für Kauf und Ersteigerung darf der Vorstand 300000 Euro aus den Rücklagen einsetzen, so der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung.

Quelle: Wümme Zeitung, 26. November 2007 

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