Worphausen und Hinnebeck teilen sich beim Dorfwettbewerb den zweiten Platz

Landkreis-Worphausen. Fit für die Zukunft: Das bedeutet für ein Dorf, sowohl attraktiver Wohnort als auch Lebensmittelpunkt zu sein. Beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat Landrat Dr. Jörg Mielke am Montagabend im Kreishaus Osterholz-Scharmbeck drei Ortschaften ausgezeichnet: Hüttenbusch kam auf Platz eins, Hinnebeck und Worphausen teilen sich den zweiten Platz.

 

Der Kreiswettbewerb findet seit mehreren Jahren statt, prämiert werden die Bemühungen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Das bedeutet: Wahrung der Tradition, aber auch Weichenstellungen für den demografischen Wandel. Landrat Mielke hat den Vertretern der drei Ortschaften Hüttenbusch, Hinnebeck und Worphausen gratuliert, wobei er bedauerte, dass sich in diesem Jahr zwar nur drei Dörfer an dem Wettbewerb beteiligt hatten. Diese seien aber so gut vorbereitet gewesen, dass es keinen dritten Platz gegeben hat. "Ich hätte mir gewünscht, dass sich mehr Ortschaften an dem Wettbewerb beteiligen." Zum einen sei wohl der Respekt vor dem bürokratischen Aufwand recht groß, zum anderen werde wohl befürchtet, bei einer Teilnahme an dem Wettbewerb nicht gut genug abzuschneiden.

"Der Kreis ist bereit, hier Hilfe zu leisten", versprach Mielke. Selbst wenn ein Ort nicht zu den Siegern gehört - innerhalb seiner Mauern habe er gewonnen, weil die Teilnahme an dem Wettbewerb die Menschen zueinander und ins Gespräch miteinander gebracht hat, meinte Mielke. Bei diesem Wettbewerb hätten alle drei Ortschaften Qualitäten gezeigt. Hinnebeck bei Schwanewede mit seinen 262 Einwohnern unterscheidet sich schon von der Größe von der Lilienthaler Ortschaft Worphausen. Sie sind sehr aktiv - beispielsweise in der Theatergruppe und in der Feuerwehr.

"Da ist jeder zweite Hinnebecker Mitglied", erklärte Ortsbürgermeister Johann Ficken, dem Mielke eine Urkunde überreichte. "Die Ortsfeuerwehr von Hinnebeck ist der soziale Kitt der Ortschaft", lobte der Landrat, "und Worphausen hat mit dem Lilienhof eine kleine Perle, die als Brennpunkt des sehr regen Vereinslebens dient." Auch dem Vertreter der Dorfgemeinschaft Worphausen, Hinrich Tietjen, überreichte der Landrat eine Urkunde. Als Zugabe gibt es für jeden der beiden Orte ein Preisgeld von 800 Euro.

Auf 1400 Euro ist der erste Preis dotiert, der an Hüttenbusch ging. Mielke gratulierte dem Ortsbürgermeister Waldemar Hartstock ebenfalls mit einer Urkunde. "Die Jury war der Auffassung, dass in dem Ort die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der künftig steigende Bedarf an Informationsdienstleistungen sowie die Anforderungen an die künftige Energieversorgung besonders intensiv diskutiert wurden", erklärte der Landrat. Positiv aufgefallen sei den Preisrichtern auch das starke Engagement der Kirchengemeinde, des Vereins "Rüstige Rentner" und insbesondere das generationsübergreifende Miteinander in Hüttenbusch. Wichtig sei, so Mielke, dass jedes Dorf seinen "Fahrplan in die Zukunft" erstellt, von Jung und Alt gemeinsam erarbeitet, von Alteingesessenen und Neubürgern gleichermaßen.

Der Landrat lobte auch die Arbeit der Jury, zu der als Sachverständige für privates und öffentliches Bauen Richard Eckermann fungierte. Er ist Referent in der Kreisverwaltung. Sowohl die Parteien im Kreistag als auch Verbände und die Evangelische Kirche in Person von Superintendentin Jutta Rühlemann waren in der Jury vertreten, ebenso wie der Journalist Harry Laube.

Quelle: Wümme Zeitung, 19. November 2008 

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