Worphausen. Betroffene Bürger schrieben Brief an die Wümme-Zeitung zum Planungsausschuss vom 22.08.2011

An die Wümme-Zeitung
Herr Hanuschke

Standpunkt Worphauser Bürger zum Planungsausschuss vom 22.08.2011
Artikel vom 2. September 2011 der Wümme Zeitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir Worphauser Bürger, die in Moorende in die Linie 670 einsteigen müssen, sind tief enttäuscht.
In unserem Schreiben vom Ende April 2011 und den Antworten des Rathauses, vom Landrat und der Parteien in Lilienthal, wurde uns Unterstützung und Verständnis für die Belassung der Linie 670 bzw. weiteren Anfahrt der Bushaltestelle Moorende zugesagt. 1. Müssen wir feststellen, dass sich nur eine Partei daran gehalten hat, da sie uns den Abend im Planungsausschuß unterstützt hat (alle anderen sehen wohl Wählerstimmen schwinden) und 2. dass anscheinend die meisten Personen einer Wählergemeinschaft Lilienthal in Frankenburg wohnen, da wir ansonsten ebenfalls von dem Tagesordnungspunkt 8 erfahren hätten. Das kann man nun als persönliches Pech erachten. Da aber alle und vor allem eine Partei mit der Bürgerbeteiligung wirbt, ist dieses ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Schüler, Alten und Berufstätigen aus Worphausen Moorende, Schrötersdorf und Alt-Worphausen.

Wir wollen nochmals betonen, dass wir nicht gegen eine "Optimierung" der Linien sind, aber wir wollen nochmals unsere Standpunkte erläutern:
1. Die Haltestellen Niels-Stensen-Haus und Moorende werden nur noch halb so oft bedient,
2. Schüler der zukünftigen IGS Lilienthal / Grasberg werden außerhalb der Schulbuszeiten nicht ohne große Wartezeiten und Wege nach Hause kommen,
3. Schüler der Freien Schule Moorende könnten die Linie 670 erschwert nutzen,
4. Eltern/Au Pair mit Kindergartenkinder des Niels-Stensen-Hauses hätten einer erschwerten Weg zur KiTa und wieder nach Hause,
5. Rentner, Menschen mit Behinderung und vor allem Seminarteilnehmer des Niels-Stensen-Hauses wären benachteiligt.

Weiterhin geben wir zu bedenken:
- die Lüninghauser Strasse ist nicht für dauernden Schwerverkehr ausgelegt und müsste entsprechend ausgebaut werden (Breite und Tiefe),
- es müssen zusätzliche Bushaltestellen und Wartehäuschen installiert werden
- die Unterhaltung der zusätzlichen Bushaltestellen im Winter würde zusätzliche Kosten verursachen
- eine korrekte Fahrgastzählung kann erst nach Monaten erfolgen, wenn alle Investitionen bereits getätigt sind.
Dieses unter dem Gesichtspunkten der knappen Haushaltslage.

Wenn man nicht mehr die Gewissheit hat, dass man mit ein und derselben Linie zur Arbeit / Arztbesuch oder sonstigen Terminen und dann wieder nach Hause kommt, kann es durchaus sein, dass Abonnenten zukünftig ihr Abo zurückgeben, den PKW / das Taxi nehmen und dadurch der Verkehr und die Umweltbelastung wieder zunimmt, sofern überhaupt Führerschein und PKW vorhanden sind. Gerade unsere älteren Mitbürger, die es auch in Worphausen gibt, wären davon betroffen.
Abgesehen davon wird mit einer hervorragenden Busverbindung geworben und Bauplätze angepriesen. Durch die Umleitung der Linie 670 ohne Anbindung vom Niels-Stensen-Haus und Moorende kann es durchaus passieren, dass potenzielle Käufer von einem Grundstückserwerb absehen.

Das die Ortschaft Frankenburg öffentlich nicht bedient wird ist insofern nicht richtig, da es 1. eine Buslinie 668 gibt und 2. gerade deswegen das Sammentaxi eingeführt wurde. Man muss sich nur damit auseinandersetzen und es eine halbe Stunde vor Abfahrt bestellen. Dadurch ist die Freiheit sogar noch viel größer. Informationen gibt jederzeit das Taxi-Unternehmen in Grasberg. Des weiteren ist ein Bürgerbus in der Planung, der durchaus die benachteiligten Ortsteile und Industriegebiete anfahren könnte.

Weiterhin fällt uns auf, dass die Ausarbeitung der Angelegenheit unprofessionell ist, da die Auswirkungen scheinbar nur für Frankenburg und Lüninghausen ermittelt wurden, aber für unseren Bereich nicht. Hier hätten wir mehr Professionalität erwartet. Auch von Feierabendpolitikern und gerade der IG 670, die scheinbar überwiegend aus Rentnern besteht und die entsprechend Zeit haben dürften.

Weiterhin sind wir für die Politik und auch für die IG 670 gesprächsbereit. Nur leider haben wir bis dato keine Anfragen, was den Schluss zulässt, dass es sich hier wieder nur um Lobbyarbeit handelt und der betroffene Worphauser Bürger außen vor steht.

Lilienthal-Worphausen, 05.09.2011

Andreas Runde
Anja Runde
Anja Schulze
Anna Schulze
Jens Dallmann
Rüdiger Schaub

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