Kritik an Interessengemeinschaft und Planungsausschuss

Lilienthal-Worphausen. Beim Kauf des Hauses oder bei der Wahl des Mietobjekts spielt die Nähe zum ÖPNV eine wichtige Rolle. Gerade weil das ein ausschlaggebender Standortfaktor ist, hat sich, wie berichtet, in Worphausen eine Gruppe gebildet, die gegen die Pläne der Interessengemeinschaft (IG) 670 ist.

 

Foto
Falls der Vorschlag der IG 670 umgesetzt würde, würde die Haltestelle Niels-Stensen-Haus nur noch halb so häufig bedient werden.

Diese IG möchte nämlich, dass die Hälfte der Fahrten der Linie 670 auf einer anderen Strecke - über Lünighausen, Frankenburg und Kleinmoor - stattfinden. Verwundert zeigt sich die Gruppe jetzt darüber, dass dieser Vorschlag jüngst im Planungsausschuss sogar positiv aufgenommen wurde.

Andreas Runde, Sprecher der Gruppe, die gegen den Vorschlag der IG ist: "Eines möchte ich noch einmal klarstellen: Wir sind nicht gegen eine Optimierung des ÖPNV in Lüninghausen, Frankenburg oder Kleinmoor." Aber wenn so etwas umgesetzt werden solle, könne das nicht zu Lasten derer gehen, die sich bewusst in Worphausen, Moorende, Schrötersdorf und Alt-Worphausen niedergelassen haben - eben wegen des bestehenden ÖPNV-Angebots. Der Vorschlag der IG bedeute, dass die Haltestellen Niels-Stensen-Haus und Moorende dann nur noch halb so oft bedient würden. "Das ist völlig inakzeptabel."

Runde ist verwundert darüber, dass der Vorschlag der IG von der Gruppe 3:0 aufgegriffen wurde und jetzt als Antrag im Planungsausschuss landete. "Man bekommt den Eindruck, dass es einfach nur darum geht, mögliche Wähler in Frankenburg zu gewinnen." Genauso enttäuscht ist er über die anderen Fraktionen, die sich wohlwollend zu den Vorschlägen der IG im Ausschuss geäußert hätten. Ein Konzept sei nicht zu erkennen, "wenn ich die Situation an einer Stelle nur dadurch verbessern kann, indem ich sie woanders verschlechtere. Von den Antragstellern hätte ich mehr Professionalität erwartet - es wurden nur die positiven Auswirkungen für Frankenburg und Lüninghausen dargestellt".

Tatsache sei aber, dass im Falle der Umsetzung der IG-Vorschläge Schüler der künftigen IGS Lilienthal/Grasberg außerhalb der Schulbuszeiten nicht ohne große Wartezeiten und Umwege nach Hause kämen und die Besucher der Einrichtungen im Niels-Stensen-Haus die Linie 670 nur noch erschwert nutzen könnten. "Vermutlich würden auch viele Pendler, die jetzt den Bus nutzen, aufs Auto zurückgreifen."

Dass die Ortschaft Frankenburg, wie von der IG dargestellt, nicht mit ÖPNV bedient werde, sei zudem nicht richtig, so Runde, schließlich gebe es die Buslinie 668 und auch das Sammeltaxi. Statt Ortsteile gegeneinander auszuspielen, mache es doch mehr Sinn, über ein neues Gesamtkonzept nachzudenken und den ÖPNV eventuell durch Bürgerbusse zu optimieren.

Quelle: Wümme Zeitung, 8. September 2011 

Diese Internetseite verwendet an mehreren Stellen sogenannte Cookies. Sie dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie Sie sie löschen können erfahren Sie in unseren Datenschutzerklärungen.

  Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.
EU Cookie Directive Module Information