Lilienthal-Worphausen. Als es darum ging, die Streckenführung der Regionalbuslinie 670 zu verbessern, war sich der Planungsausschuss, was sonst nicht oft vorkommt, einig. Trotzdem wurden, wie es häufig vorkommt, einige Nickeligkeiten ausgetauscht.

 

Die Gruppe 3:0 hatte beantragt, die Optimierung der Buslinie 670 auf die Tagesordnung zu setzen. Seit einiger Zeit setze sich dafür die Interessengemeinschaft IG 670 ein, hatte sie geschrieben. Diese IG wolle die Anbindung der Ortsteile Lüninghausen, Frankenburg, Kleinmoor und Klostermoor verbessern. Ein Sprecher der Interessengemeinschaft solle dem Ausschuss von diesen Bemühungen berichten.

Das geschah dann auch. Horst Beiermann sagte, seit über 40 Jahren sei der südliche Teil von Lüninghausen ebenso wie Frankenburg, Kleinmoor und Klostermoor weitgehend vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten. Ab der Gaststätte Schnau an der Ecke Worphauser Landstraße/Wörpedorfer Straße fahre die Buslinie 670 in Richtung Bremen parallel zur Linie 630. Deshalb solle man die beiden Linien an dieser Stelle splitten und die 670 über Lüninghausen nach Bremen fahren lassen.

Während Andrea Vogelsang für die SPD nur sagte, ihre Partei unterstütze das, äußerte sich Jörg Flömer (Grüne) ausführlicher. "Das ist wieder so ein typischer 3:0-Antrag", meinte er. "Da gibt es Leute, die haben eine Idee und gründen eine Interessengemeinschaft, und 3:0 gibt das dann als ihre Idee aus." Dennoch unterstütze auch seine Partei diesen Antrag, zumal auch die Trupermoorer Landstraße entlastet würde, wenn die 670 über Lüninghausen fahren würde. Allerdings sollte die 630 durch die Moorender Straße geführt werden, meinte Flömer. Auch die CDU unterstütze die IG, da sie eine berechtigte Forderung stelle, sagte Axel Miesner.

Während Heidi Kupsch (parteilose Vorsitzende der FDP-Fraktion) mahnte, auch die ÖPNV-Verbindung in die Kreisstadt müsse verbessert werden, erklärte der Ausschussvorsitzende Kurt Klepsch (SPD), er gehöre selbst der IG 670 an. "Wir waren über viele Jahre abgehängt." Das mochte Baudienste-Leiter Manfred Lütjen dann doch nicht auf der Verwaltung sitzen lassen. Es gebe sehr wohl öffentlichen Nahverkehr in Sankt Jürgen, nämlich das Anruf-Sammeltaxi. Zuständig für die Frage, wo die Regionalbusse führen, sei ohnehin nicht die Gemeinde, sondern der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN). Der müsse ermitteln, was die Verlegung der 670 koste. "Nicht mehr als jetzt", meinte Horst Beiermann, ehe das Thema ohne weitere Beschlussempfehlung beendet wurde.

Quelle: Wümme Zeitung, 2. September 2011 

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