Lilienthal. Nicht nur die CDU will im Lilienthaler Rat für den geplanten Zuschuss der Gemeinde zum Betrieb der Regionalbuslinien 670 und 630 stimmen. Auch die Ratsfrau der Linken, Eva Schäfer, hält einen Ausstieg der Lilienthaler aus der Förderung der beiden täglich von 4100 Fahrgästen genutzten Busse für unverantwortlich. Ein Kompromiss bestehe darin, dass alle Beteiligten etwas von ihren Forderungen aufgäben, um eine für alle annehmbare Lösung zu finden, betont sie. Genau das sei beim ausgehandelten Finanzierungskonzept geschehen. Das sieht die grün-rote Mehrheit im Lilienthaler Rat anders. Grüne und Sozialdemokraten fragen, warum Lilienthal mehr zahlen soll als die Nachbargemeinden Worpswede und Grasberg.


Bisher schießt Lilienthal 212 000 Euro zu, Worpswede und Grasberg zahlen nichts. Das soll sich ab dem Sommer 2013 ändern, wenn die Straßenbahnlinie 4 durch Lilienthal rollt. Nach dem mit den Landkreisen Osterholz und Rotenburg, dem Zweckverband des Verkehrsverbundes Bremen / Niedersachsen (ZVBN) und allen betroffenen Gemeinden ausgehandelten Finanzierungskonzept sinkt Lilienthals Anteil auf 56 400 Euro. Worpswede zahlt 38 900 Euro, Grasberg 15 200 Euro. Den Löwenanteil der nötigen 808 000 Euro steuern der ZVBN und die Landkreise bei. Der Landkreis Osterholz warnt davor, den mühsam ausgehandelten Kompromiss in Frage zu stellen; die Regionalbuslinien 670 und 630 hätten eine „herausragende Bedeutung“.
Für Lilienthal habe das erarbeitete Konzept entscheidende Vorteile, findet Eva Schäfer. Es schließe die Ortsteile Trupermoor, Klostermoor und Feldhausen sowie das Krankenhaus und das Gewerbegebiet an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an und biete „für alle Lilienthaler eine direkte Verbindung zur Universität und zum Bahnhof“. Lilienthal bestehe nicht nur aus dem Ortskern. Auch die Lebensqualität in den Ortsteilen am Rande müsse erhalten und verbessert werden.

Quelle: Wümme-Zeitung, 13. Dezember 2012

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