Gutachter prophezeit zuzug junger Familien, hält es aber für problematisch, alle sechs Grundschulen zu erhalten

Der Schulentwickler Wolf Krämer-Mandeau sieht nur eine Chance, alle sechs Grundschulen in Lilienthal zu erhalten – wenn die Dorfschulen in Seebergen, Worp-hausen und Frankenburg den größeren Schulen im Zentrum als Außenstellen zugeordnet werden. Im Schulausschuss schlug der Bonner am Donnerstag vor, fünf Varianten zur Neuordnung der Schullandschaft näher zu untersuchen. Dazu gehören die Umwandlung der Falkenberger Schule in eine zentrale Kindertagesstätte und die Auflösung der Standorte Seebergen, Frankenburg und Worphausen.

Offener Brief mit massiver Kritik / Gemeinde: Vorwurf völlig unbegründet / Heute Thema im Fachausschuss

Haben die kleinen Dorfschulen in Seebergen, Worphausen und Frankenburg noch eine Zukunft? Eltern und andere Bürger fürchten um die Schule im Dorf. Sie haben einen Offenen Brief an alle Mitglieder des Schulausschusses geschrieben. Die treffen sich heute um 18 Uhr erneut im Sitzungssaal des Rathauses. Es geht um die Zukunft der Lilienthaler Grundschulen. Die Eltern fürchten, dass die Untersuchung aller sechs Standorte durch die Bonner Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) auf Schulschließungen hinausläuft.

Heute stellen sie im Schulausschuss die ersten Ergebnisse vor / Eltern kritisieren Fragebogen

Es könnte heute eng werden im Sitzungssaal des Rathauses. Dort tagt an diesem Dienstag, 21. Oktober, ab 18 Uhr der Ausschuss für Schule, Sport und Freizeit. Im Fachausschuss des Gemeinderats geht es nur um ein Thema: die Zukunft der Grundschulen in Lilienthal. Weil die Schließung von kleinen Schulen nicht ausgeschlossen ist, interessiert das Thema viele Eltern und andere Bürger in Seebergen, Worphausen und St. Jürgen brennend. Doch auch bei Eltern in Lilienthal-Mitte und Falkenberg ist das Interesse groß. So klagen Elternvertreter der Schroeterschule und der Grundschule Trupermoor darüber, dass die jahrelange Diskussion über die Zukunft der Schulen notwendige Investitionen blockiert.

Festhalten an sechs Grundschulen würde Millionen kosten – Ausbau von Krippen und Kindergärten käme zu kurz

So wie es ist kann es nicht bleiben. Das steht für die Schulentwickler der Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) fest. Lilienthals sechs Grundschulstandorte zu erhalten, würde Millionen kosten – der Ausbau von Kindergärten und Krippen käme zu kurz. „Der Status quo ist nicht haltbar“, warnte der Gutachter Wolf Krämer-Mandeau am Dienstag im Ratssaal. Er skizzierte ein gutes Dutzend Alternativen. Dabei ging es nicht nur um die kleinen Dorfschulen. Die Gutachter spielten auch die Auflösung der Schulen Trupermoor, Falkenberg und Schroeterschule durch.

Positive Resonanz auf Schulobst-Aktion

Lilienthal. 15 kleine Kinderhände greifen in die Kiste mit Mandarinen. In der Grundschule Seebergen war auch gestern wieder Schulobst-Tag. Seebergen ebenso wie Worphausen/Frankenburg, Worpswede und die Grundschule Tarmstedt beteiligen sich an der von der EU und der niedersächsischen Landesregierung finanzierten Aktion. Und die scheint in den beteiligten Schulen bestens anzukommen.

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