Ausschuss kippt eigenen Beschluss

Grüne und SPD sind dafür, im Dorfgemeinschaftshaus von Worphausen Flüchtlinge unterzubringen, die CDU ist zumindest nicht dagegen. Weil aber der Vertreter der Fraktion Die Querdenker die Teilnahme an der Abstimmung verweigerte, wurde die Beschlussempfehlung des Finanzausschusses für die heutige Gemeinderatssitzung nach fünf Minuten wieder gekippt. Jetzt empfiehlt der Ausschuss zunächst einmal gar nichts.

Nachdem die Heimatstube hinter dem Rathaus an die Bürgerstiftung vermietet werden soll, um dort ein Kindermuseum einzurichten, ist die Gemeindeverwaltung wieder auf die Suche nach Räumen für Flüchtlinge gegangen. Das Ergebnis: Von elf gemeindeeigenen Gebäuden sind eventuell drei geeignet. Im Dorfgemeinschaftshaus von Worphausen könnten sechs bis acht Personen untergebracht werden. Das Haus ist allerdings von der Landjugend Worpswede/Worphausen gemietet, die ihrerseits Räume an den Sozialverband Deutschland untervermietet. Eine Kündigung des Mietvertrags ist frühestens zum Ende des nächsten Jahres möglich, es sei denn, die Landjugend ließe sich auf einen früheren Termin ein.

Harald Rossol (Querdenker) meinte, das Dorfgemeinschaftshaus sei wichtig für das gesellschaftliche Leben in Worphausen und sollte nicht aufgegeben werden. Erika Simon (Grüne) hätte es besser gefunden, wenn die Gemeinde bereits mit den Betroffenen gesprochen hätte – das habe man bewusst noch nicht getan, da man die Beschlussempfehlung des Ausschusses habe abwarten wollen, erklärte Bürgermeister Willy Hollatz. Für Jens Erdmann (SPD) ist klar, dass die Politik den Reibungen, die durch eine wie auch immer ausfallende Entscheidung entstehen, nicht aus dem Weg gehen kann. Also wurde nun doch abgestimmt: Vier Stimmen von Grünen und SPD für die Unterbringung von Flüchtlingen bei Enthaltung der beiden CDU-Vertreter. Harald Rossol verweigerte die Teilnahme an der Abstimmung, woraufhin auf Bitte von Fachbereichsleiter Jürgen Weinert die Sitzung unterbrochen wurde. Nach fünf Minuten war der Beschluss Makulatur. Jürgen Weinert erklärte, die Gemeinde werde mit der Landjugend sprechen, dann werde der Verwaltungsausschuss beraten.

Quelle: Wümme-Zeitung, 08. Dezember 2014

 

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