Schulverein Worphausen hatte zur ersten Halloweenparty eingeladen / Viele Spiele

02.11.2001
Quellen: Wümme Zeitung, Verena Wambersky

Lilienthal. Man musste ganz schön furchtlos sein, wenn man Freitagabend nicht mit schlotternden Knien aus der Aula der Grundschule Worphausen schleichen wollte, denn drinnen lärmte eine gar gruselige Schar. Hexen mit Besen, Feen mit Spitzhüten, Gespenster ganz in Weiß, Grünhaarige und Verkleidete mit Spinnennetzen auf den Wangen tobten durch den Raum, mal im Kreis, mal in einer Polonaise. Grund: Es wurde Halloween gefeiert.

Was das eigentlich ist, wussten die gefragten Schulkinder nicht so recht, und wie man das fremdländische Wort denn eigentlich schreibt, schon gar nicht. Der sechsjährige Daniel brachte es jedoch auf den Punkt: "Das ist eine Gruselparty!" Ungeniert fuchtelten die grauenhaften Gestalten mit Taschenlampen herum und erhellten die Gesichter ihrer Gegenüber. Die Verkleideten konnten einem so manchen Schrecken einjagen, denn statt freundlicher Schüler blickten schwarz umrandete Augen oder weiß geschminkte Antlitze ins Taschenlampenlicht. Mütter hatten sich äußerlich total verändert. Selbst Lehrerin Rosemarie Niegel war als Hexe erschienen. Schulvereinsvorsitzende Jutta Janetzek war plötzlich rothaarig. Nur Schulleiter Erwin Komann hatte sein Äußeres nicht verwandelt.
An den Wänden der Aula hingen Gespenster aus Pappe und weißes Haar, das von alten Hexen stammen könnte. Eine ekelige Spinne baumelte von der Decke herab. Durch Löcher in ausgehöhlten Kürbissen drang helles Licht. Das war nötig, denn die Aula war abgedunkelt, und draußen sorgte auch kein Tageslicht mehr für den richtigen Durchblick. Den hatten die Partygäste in der Aula jedoch. Der Schulverein hatte die 90 Mädchen und Jungen der Grundschule zum ersten Mal zu einer Halloweenparty eingeladen. Auch andere Eltern machten unterstützend mit.
Der Brauch stammt aus dem keltischen Raum aus der Zeit vor Christi Geburt. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November begann der Jahreswechsel, der Sommer (das Leben) gab die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Winter (den Tod) ab. Man glaubte, dass sich die Toten für ein Jahr den Körper eines Lebenden suchen. Menschen brachten Opfer, damit nicht der eigene Körper ausgewählt wurde. 837 verfügte Papst Gregor IV, dass Tote geehrt werden sollen, und der 1. November wurde Allerheiligen. In Amerika hat sich der Brauch so entwickelt, dass verkleidete Kinder an Haustüren klopfen.
Eine von allen Bräuchen abgewandelte Form gab es in Worphausen. Dort hatten Mitglieder des Schulvereins die Aula auch mit Girlanden und leuchtenden Kürbisgehäusen geschmückt. Die Kinder bekamen sowohl Süßigkeiten als auch gebackenes Brot und Muffins aus Kürbisfleisch. Spiele standen im Mittelpunkt der Feier: "Spinnen im Schlepptau" oder "Knoblauch-Rennen". Um 17.30 Uhr schwangen Hüften bereits beim Mitternachtstanz, und ein Hexenballett wurde getanzt.

Monster in der Grundschule

Monsterparty

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