Däumlingsdorf in Lüninghausen schließt seine Pforten / Häuser zum Verkauf angeboten

 

Lilienthal-Worphausen. Am 30. Oktober ist Schluss. Endgültig. Das Däumlingsdorf in Lüninghausen schließt für die Öffentlichkeit seine Pforten. Im 20. Jahr seines Bestehens. Das 20. Jahr, das hatte sich der im Januar 2004 verstorbene Däumlingsdorf-Begründer Hinrich Gefken noch kurz vor seinem Tod gewünscht, sollte seine kleine Welt, die er in liebevoller Arbeit in seinem Vorgarten an der Lüninghauser Straße 120 erschaffen hatte, noch erleben. Seine Frau Elke erfüllte ihm diesen Wunsch. So gut es ging.

 Das Däumlingsdorf in Lüninghausen
Das Däumlingsdorf in Lüninghausen. Am 30.10.05 ist endgültig Schluß

Sie kümmerte sich um die Anlage, die über Jahre sehr viel mehr als ein Hobby ihres Mannes gewesen war. "Das war ja sein Ding. Da hat er ja jeden Tag drin gestanden", erinnert sie sich. Aber nun ist Schluss. Der zierlichen Frau, die sechs Kinder groß gezogen hat und sicherlich schon so manches geschultert hat, ist die Pflege der kleinen Häuser über den Kopf gewachsen. Dankbar erinnert sie sich an die Unterstützung durch ihre Kinder und auch an die Hilfe von anderer Seite, die ihr, zuvor aber auch schon ihrem Mann zuteil wurde. "Ich will keinen Namen nennen, denn sicherlich vergesse ich dann jemanden." Aber den Betrieb in diesem Jahr aufrecht zu erhalten, fiel ihr trotz der Hilfe schon alles andere als leicht. "Da müsste jetzt wieder so einiges gemacht werden. Und ich kann das einfach nicht", stellt sie resigniert fest. Am liebsten hätte sie das ganze Däumlingsdorf, das neben einigen markanteren Gebäuden wie dem Barkenhoff, dem Lilienthaler Bahnhof und der Sparkasse vor allem Gebäude und bäuerliche Anwesen aus Hinrichs Gefkens näherer Sankt Jürgener Umgebung umfasst, im Stück verkauft. Doch verschiedene Gespräche führten bisher nicht zum Erfolg, so dass Elke Gefken sich auch von Einzelstücken trennen würde. Das Sparkassengebäude hat zwischenzeitlich bereits die Kreissparkasse in Lilienthal erworben, und auch für den Barkenhoff und den Jan-Reiners-Bahnhof gebe es ernsthafte Interessenten. Aber sonst? "Das Interesse ist da, mehr aber auch nicht", stellt sie enttäuscht fest. Dabei könne man über den Preis sicherlich reden. Aber egal, ob sie noch das eine oder andere Gebäude verkauft oder nicht - es bleibt dabei: 2005 war die letzte Saison, in der man noch einmal eintauchen konnte in Hinrich Gefkens kleine Welt des Däumlingsdorfes an der Lüninghauser Straße. Die Tür zum Vorgarten bleibt im nächsten Frühjahr für Besucher verschlossen.

Quelle: Wümme Zeitung, 24. Oktober 2005 

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