Jury des 22. Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" sieht sich gestern im Ortsteil um

Lilienthal-Worphausen. Die Fahnen wehten seicht im Wind vor strahlend blauem Himmel. Trotzdem lag eine gewisse Spannung in der Luft auf dem Gelände des Lilienhofes. Hier erwartete Bürgermeister Willy Hollatz gestern gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Axel Miesner sowie Hinrich Tietjen, dem Vorsitzenden der Worphüser Heimotfrünn, die Jury des 22. Landeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft".

 

Foto
Das Gremium guckte sich auf der Museumsanlage des Lilienhofes um.

Dass Worphausen nicht nur auf Tradition setzt, sondern auch umsichtig in die Zukunft blickt, wurde dem achtköpfigen Gremium, während der folgenden eineinhalb Stunden in engagierter Weise dargelegt. Den Auftakt nahm das Treffen mit einem stimmungsvollen und informativen Empfang auf der Museumsanlage. Zu einer Tasse Kaffee gab das Trio Tietjen, Hollatz und Miesner dem Gremium wichtige Hintergrundinformationen aus Vergangenheit und Gegenwart des Lilienthaler Ortsteil. Auch waren auf der Diele Bebauungspläne aufgehängt, die die Entwicklung aufzeigten von der Gründung Worphausens 1764 durch den königlichen Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff über den Zusammenschluss einzelner Dörfer zu einer Großgemeinde 1937 und die Eingemeindung zu Lilienthal 1974 im Zuge der Gebietsreform bis zu neueren Bebauungsplanungen aus jüngster Zeit.

Foto
Die Delegation wurde im historischen Ambiente des Lilienhofes mit vielen Informationen über die Ortschaft Worphausen gefüttert.

Dabei wurde deutlich, dass der Ort kein historisch gewachsenes Zentrum hat, vielmehr sich aus unterschiedlichen Dörfern zusammensetzt. "Worphausen ist damit etwas Besonderes", stellte Axel Miesner heraus und wies auf die unterschiedlichen Siedlungsstrukturen hin. Und er fügte hinzu, dass Worphausen in der Bebaungsplanung frühzeitig erkannt habe, dass die Ortschaft einerseits attraktiv sein müsse gerade für junge Familien, andererseits habe man aber auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung eine gute Mischung von Alt und Jung im Blick. Die Jury zeigte sich interessiert und nutzte die Zeit nach den kurzen Vorträgen zu Einzelgesprächen mit den verschiedenen Vertretern von Einrichtungen und Vereinen. Nach einem kurzen Rundgang über die Museumsanlage im warmen Sonnenschein und einer Stippvisite im Handwerkermuseum stand dann ein Bus bereit, um die Gruppe durch die Ortschaft zu fahren. Worphausen sei zu weitläufig, um es zu Fuß zu erkunden, so habe man diese Lösung gewählt, merkte Hinrich Tietjen an, der den Gästen auch während der Fahrt auf plattdeutsch Erläuterungen gab. Auf diese Weise wurden die unterschiedlichen Baugebiete, das Dorfgemeinschaftshaus, die Ehrenmäler, die Sportanlagen, die Schule und der Kindergarten vorgestellt. Dabei hatte die Grundschule gerade ihren Spiel- und Sporttag. "Der Empfang stimmt", merkte ein Gremiumsmitglied zu den vielen Mädchen und Jungen auf der grünen Wiese augenzwinkernd an. Der Blick auf den naturnah gestalteten Schulhof und in den Kindergarten, schien die Jurymitglieder zu beeindrucken. Wie auch die anschließende Fahrt durch die ehemalige Findorffsiedlung Mooringen. Oberbaurat Joachim Partzsch dankte im Namen des Gremiums nach der Rückkehr allen Vertretern Worphausens für ihr Engagement und merkte an, auch wenn die Ortschaft keinen historischen Kern habe, so habe sie doch ihre ideelle Mitte in der Dorfgemeinschaft gefunden. Für die Worphauser war die Begegnung damit abgeschlossen. Vor den Juroren lag hingegen noch ein langer Arbeitstag, denn die acht Männer und Frauen wurden bereits im nächsten Ort erwartet.

Quelle: Wümme Zeitung, 26. September 2006 

Diese Internetseite verwendet an mehreren Stellen sogenannte Cookies. Sie dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie Sie sie löschen können erfahren Sie in unseren Datenschutzerklärungen.

  Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.
EU Cookie Directive Module Information